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Schweizer Holzbau hält Test-Erdbeben der Magnitude 6 stand

28.10.2019

Bei einem Versuch in Chamoson im Schweizer Kanton Wallis hat ein Holzgebäude mehreren künstlich simulierten Stößen eines starken Erdbebens nahezu standgehalten. Der Widerstandstest wurde von Experten der Berner Fachhochschule durchgeführt. Dabei wurde das Gebäude mit Stahlseilen gezogen und plötzlich losgelassen, so dass freie Schwingungen entstanden.

Der finale Zerstörungsversuch am zwölf Meter hohen, vierstöckigen Holzbau fand Samstagfrüh statt - und "scheiterte" weitgehend. Die Konstruktion sollte eine Einwirkungskraft von 7,3 Tonnen aushalten, darauf war sie ausgelegt. Das Gebäude gab allerdings erst bei 16,3 Tonnen nach, ertrug also das 2,23-fache der Anforderungen. Und es wurden auch nur die oberste vierte Etage und das Dach zerstört, darunter blieb alles intakt.

Die Versuche sollten mithelfen, mittelfristig die Kosten für die Erdbebensicherheit beim Hausbau zu senken und gleichzeitig die Sicherheit zu erhöhen, betonte Martin Geiser, Projektverantwortlicher der Berner Fachhochschule. Rund fünf bis acht Prozent der Häuser und Liegenschaften im Wallis sind Holzkonstruktionen. Ziel sind zehn Prozent, wie Maxime Metrailler, Präsident der Walliser Holzbauunternehmer, erklärte.

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