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EU fördert "H2Future" mit 12 Mio. Euro © voestalpine
EU fördert "H2Future" mit 12 Mio. Euro © voestalpine

APA

Testbetrieb der Wasserstoffpilotanlage bei voestalpine Linz gestartet

14.11.2019

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 41/2019 und nicht zwingend tagesaktuell

Der Testbetrieb der laut Betreiber weltweit größten Pilotanlage für eine Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage zur CO2-freien Stahlerzeugung am Standort der voestalpine in Linz ist gestartet, wie es in einer Aussendung zur Pressekonferenz hieß. Das Forschungsprojekt "H2Future" des Stahlerzeugers mit Verbund und Siemens soll Möglichkeiten ausloten, Koks und Kohle durch Wasserstoff zu ersetzen.

Die drei Unternehmen investieren je 2 Mio. Euro in die 18 Mio. Euro teure Pilotanlage. 12 Millionen kommen von der EU. Der Stahlerzeuger prüft jetzt die Umsetzbarkeit einer Hybridtechnologie von den bestehenden koks-/kohlebasierten Hochöfen und mit grünem Strom betriebenen Elektrolichtbogenöfen unter teilweisem Einsatz von grünem Wasserstoff. "Diese Option würde bei entsprechender Wirtschaftlichkeit nach heutigem Stand zwischen 2030 und 2035 die unternehmensspezifischen CO2-Emissionen um rund ein Drittel reduzieren", erklärte Konzernchef Herbert Eibensteiner.

Kernstück der Pilotanlage ist das PEM-Elektrolysemodul mit sechs Megawatt Anschlussleistung. Wasser wird mit Hilfe von elektrischer Energie in seine Grundkomponenten Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt. Damit können 1.200 Kubikmeter Wasserstoff pro Stunde erzeugt werden. "Wir freuen uns, diese neue Technologie im Rahmen dieses Projektes erstmals im Einsatz zu sehen", meinte Siemens-Österreich-Chef Wolfgang Hesoun.

Einsatz von grünem Wasserstoff "Win-win-Situation"

Außerdem werde mit "H2Future" das Potenzial zum Bereitstellen von Netzdienstleistungen und dem möglichen Ausgleich von Schwankungen im Stromnetz erforscht, hieß es in Linz. "Der Einsatz von grünem Wasserstoff ist eine 'Win-win-Situation' für Energiewirtschaft und Industrie", stellte Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber fest. Die Inbetriebnahme sah Bart Biebuyck von der Europäischen Kommission als "Beweis dafür, dass die Europäische Industrie gewillt ist, ihre Führungsrolle im Bereich Entwicklung und Kommerzialisierung von Elektrolyseuren beizubehalten, wie auch im Bereich der Dekarbonisierung des Industriesektors, bei gleichzeitiger Sicherung von Investitionen und Beschäftigung in Europa."

Das komplette Projektkonsortium besteht aus voestalpine, Verbund und Siemens sowie aus der Verbund-Netztochter APG und den wissenschaftlichen Partnern K1-MET in Linz sowie der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung (TNO).

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