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Schmetterlinge reagieren rasch auf Veränderungen des Lebensraums © APA (dpa)
Schmetterlinge reagieren rasch auf Veränderungen des Lebensraums © APA (dpa)

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Vorarlberg startet mit Tagfalter-Monitoring

06.03.2020

Nach Tirol startet nun auch in Vorarlberg ein wissenschaftliches Monitoringprojekt für Tagfalter. In Vorarlberg gebe es 157 verschiedene Tagfalterarten, so viele wie in ganz Deutschland. Dennoch wisse man recht wenig über ihre Verbreitung und Bestandsentwicklung, so die Forscher in der inatura Dornbirn. Tagfalter eigneten sich hervorragend zum Biodiversitäts-Monitoring.

Getragen wird das Projekt vom Naturkundemuseum inatura Dornbirn, den Naturwissenschaftlichen Sammlungen der Tiroler Landesmuseen, der Stiftung Blühendes Österreich und der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Landes Vorarlberg. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem Institut für Ökologie der Universität Innsbruck. Man freue sich, nach den positiven Erfahrungen aus dem 2018 in Tirol gestarteten Projekt, auch in Vorarlberg mit einer systematischen Beobachtung beginnen zu können, so der verantwortliche Ökologe Johannes Rüdisser.

Gemeinsam mit Freiwilligen wollen die Forscher über vier Jahre an hundert gezielt ausgewählten Standorten im Land ihre Beobachtungen festhalten, nach fünf Jahren werden diese Sichtungsstellen neuerlich untersucht, um auch langfristige Veränderungen, etwa in Hinblick auf den Klimawandel, feststellen zu können. Schmetterlinge reagierten rasch und sensibel auf Veränderungen des regionalen Lebensraums und auf überregionale Umweltveränderungen.

Man werde im Rahmen des Projekts auch Wert auf Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit legen. So könnten die Freiwilligen Schulungen und Fortbildungen besuchen, für Schulklassen werden Workshops angeboten, sagte Ruth Swoboda, Direktorin der inatura. Landesrat Johannes Rauch (Grüne) erklärte, das Biodiversitäts-Monitoring schaffe die Basis für eine auf Daten basierende Politik. Ronald Würflinger, Geschäftsführer von Blühendes Österreich, hoffte, das Projekt demnächst auf weitere Bundesländer ausweiten zu können.

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