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Digitale Technologien als Wachstumstreiber © APA (dpa)
Digitale Technologien als Wachstumstreiber © APA (dpa)

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Österreich steigert Zahl der Patentanmeldungen weiter

12.03.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 10/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Die österreichischen Unternehmen haben im Vorjahr mit 2.341 Patentanmeldungen beim Europäischen Patentamt (EPA) den bisherigen Höchststand von 2018 um 2,6 Prozent übertroffen, gab das EPA in München bekannt. Gewichtet nach der Bevölkerungszahl kommt Österreich mit 265 Patenten pro Million Einwohner auf Rang sieben in der EPA-Statistik.

Insgesamt wurden beim Europäischen Patentamt im Vorjahr 181.000 Patente angemeldet (plus vier Prozent gegenüber 2018). Der Anstieg geht vor allem auf ein besonders starkes Wachstum der Anmeldezahlen aus China zurück, das auf ein Plus von 29,2 Prozent zurückblickt. Mit 12.247 Anmeldungen rangiert das Land auf Rang vier der anmeldeaktivsten Länder. Seit 2010 haben sich die Anmeldungen aus China nahezu versechsfacht.

USA unangefochten voran

An erster Stelle der Statistik rangieren nach wie vor unangefochten die USA mit 46.201 Anmeldungen (plus 5,5 Prozent), gefolgt von Deutschland (26.805; plus 0,5 Prozent) und Japan (22.066; minus 2,3 Prozent). Mit einem Plus von 14,1 Prozent auf 8.287 Anmeldungen legte auch Südkorea stark zu.

Gemessen an der Bevölkerungszahl führt die Schweiz mit 988 Patentanmeldungen pro Million Einwohner die Statistik an. Es folgen Schweden (433), Dänemark (412), die Niederlande (404) und Deutschland (334). Die USA und die EU-28 liegen mit jeweils 140 Anmeldungen pro Million Einwohner gleichauf.

Wachstumstreiber insgesamt waren laut EPA die digitalen Technologien: Die Patentanmeldungen im Bereich Digitale Kommunikation sind auf 14.175 und damit um 19,6 Prozent gestiegen. Ebenso stark war das Wachstum im Bereich Computertechnologie (12.774; plus 19,2 Prozent). Dies "spiegelt die digitale Transformation der Wirtschaft in aller Deutlichkeit wider", erklärte EPA-Präsident António Campinos in einer Aussendung. Mit einem Anstieg von 64,6 Prozent trugen vor allem chinesische Unternehmen zum Wachstum in der Digitalen Kommunikation bei.

Wien hält Spitzenposition

In Österreich hat Wien seine Spitzenposition gehalten und legte - nach einem Rückgang im Vorjahr - 2019 um 6,4 Prozent zu. Platz zwei und drei belegten erneut Oberösterreich (plus 0,4 Prozent) und die Steiermark (plus 5,5 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (plus 10,4 Prozent) und Niederösterreich (minus 14,3 Prozent).

Beim Unternehmensranking steht Huawei mit 3.524 Anmeldungen an der Spitze. Samsung stieg mit 2.858 Anmeldungen auf Platz zwei auf, gefolgt von LG (2.817). Auf die beiden Firmen aus Südkorea folgt mit United Technologies (2.813) ein Unternehmen aus den USA. Siemens, 2018 noch auf Platz eins, folgt am fünften Rang (2.619).

Die Bestenliste österreichischer Unternehmen führt wie schon in den vergangenen Jahren Borealis mit 179 unangefochten an. Auf den Plätzen folgen Tridonik (77), AMS (65), die ZKW Group (59), AT&S und AVL List (jeweils 37), Lenzing (35), Julius Blum (34) sowie Andritz und MED-EL (jeweils 26).

Service: www.epo.org/patent-index2019

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