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Methode soll auch als Frühwarnsystem dienen © APA (Hochmuth)
Methode soll auch als Frühwarnsystem dienen © APA (Hochmuth)

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Coronavirus - Universität Innsbruck will Abwasser untersuchen

07.04.2020

Auf der Suche nach der Dunkelziffer der mit dem Coronavirus infizierten Personen will die Universität Innsbruck nun das Abwasser untersuchen. Neueste Studien würden nämlich zeigen, dass ein relevanter Teil an Infizierten, auch solche mit keinen oder milden Symptomen, das Virus über den Stuhl ausscheiden, teilte die Uni in einer Aussendung mit.

Dutzende Wissenschafter weltweit, darunter eben auch die Uni Innsbruck, würden derzeit an einem Abwasser-Epidemiologischen Testverfahren arbeiten, mit dessen Hilfe sie Aussagen darüber treffen können, wie sich die Anzahl der Infektionen im Einzugsgebiet einer Kläranlage verändert. Aus den Abwasserproben könnten dann personenunabhängige Rückschlüsse auf die Verbreitung der Infektionen gezogen werden.

In den Niederlanden sei es bereits gelungen, auf diesem Wege Virusfragmente im Abwasser nachzuweisen. In Innsbruck werde zur Zeit energisch daran gearbeitet, eine entsprechende Finanzierung aufzustellen, den Kontakt mit den Kollegen weltweit auszubauen und erste Probenahmen und Analysen durchzuführen, hieß es.

Die Wissenschafter hoffen, mit den generierten Daten die Gesundheitsbehörden bei Entscheidungen über den Zeitpunkt und die Schwere von Interventionen - wie etwa Kontaktvermeidung oder Quarantänemaßnahmen - unterstützen zu können. Die entwickelte Methodik soll zudem in Zukunft genutzt werden, um frühzeitig vor dem Wiederauftreten des Coronavirus warnen zu können, und helfen, die Wirksamkeit von Interventionen abzuschätzen.

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