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Ab 4. Mai dürfen Schüler der Abschlussklassen wieder an Schulen kommen © APA (dpa)
Ab 4. Mai dürfen Schüler der Abschlussklassen wieder an Schulen kommen © APA (dpa)

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Schule - Fahrplan für Öffnung nach wie vor unklar

16.04.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 15/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Der Fahrplan für die Öffnung der Schulen bleibt vorerst weiter unklar. Im Bildungsministerium verwies man auf APA-Anfrage auf die Aussage von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), wonach erst Ende April entschieden werde, ob und in welcher Form die für Mitte Mai geplante schrittweise Öffnung komme.

Fix ist derzeit nur, dass ab 4. Mai die Maturanten bzw. Schüler anderer Abschlussklassen wieder an die Schulen kommen dürfen. Dazu gab es in den vergangenen Tagen verschiedene Forderungen - vom turnusmäßigen Kleinstgruppenunterricht an einem Tag pro Woche für jeden Schüler in den unteren Schulstufen über eine regional gestaffelte Öffnung bis zu abwechselndem Unterricht am Vormittag für die einen Schüler und am Nachmittag für die anderen.

Unterdessen hat Dänemark die ersten Volksschulen wieder geöffnet, ab kommendem Montag sollen die restlichen folgen. In den Niederlanden sollen die ersten Schulen wieder am 3. Mai öffnen, in Frankreich eine Woche später. Der Großteil der EU-Staaten bleibt aber vorerst bei den Schließungen. Gespalten ist Deutschland: Dort plant etwa Nordrhein-Westfalen eine schrittweise Öffnung ab kommender Woche, während andere Länder wie etwa Bayern dies strikt ablehnen.

Kritik an Laptopvergabe

Weiter Kritik gibt es außerdem daran, dass der Bund lediglich Computer für Schüler, die sonst nicht am Distance Learning teilnehmen können, an AHS und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen verleiht. Für diese ist er auch Schulerhalter. Damit gingen die Pflichtschulen (v.a. Volksschulen, Neue Mittelschulen, Sonderschulen, Polytechnische Schulen) leer aus bzw. wären auf Unterstützung der Länder bzw. Gemeinden angewiesen.

"Wenn wir jetzt wieder neun unterschiedliche Förderstellen haben, dauert das immens lang, bis die Endgeräte dorthin kommen, wo sie hin sollen", so die Vorsitzende des Dachverbands der Elternvereine an den öffentlichen Pflichtschulen, Evelyn Kometter, im Ö1-"Mittagsjournal". Es wäre wesentlich einfacher, dies von einer Stelle aus zu koordinieren. Außerdem sollten Elternvereine, die in Eigeninitiative dafür bereits Geld lockergemacht haben, ihre Ausgaben vom Bund refundiert bekommen.

Ebenfalls noch unklar ist die Ausgestaltung des von Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) angekündigten Sommerschulangebots. Ursprünglich ohnehin bereits im Regierungsprogramm vorgesehen, soll damit vor allem schwächeren Schülern geholfen werden. So soll noch geklärt werden, wer dort unterrichten soll (im Gespräch waren vor allem Lehramtsstudenten), ob auch Nachmittagsbetreuung angeboten wird und ob nur "benachteiligte" Schüler diese in Anspruch nehmen können. Ein Modell dafür gibt es bereits in Wien, wo seit dem Vorjahr kostenlose Lernkurse im Rahmen der "Summer City Camps" angeboten werden - allerdings bisher nur für die Gruppe der Zehn- bis 15-Jährigen.

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