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Befruchtete Eizellen sollen Südlichem Breitmaulnashorn eingesetzt werden © APA (AFP/Maina)
Befruchtete Eizellen sollen Südlichem Breitmaulnashorn eingesetzt werden © APA (AFP/Maina)

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Rettung von Nashorn-Unterart nach Corona-Verzögerung fortgesetzt

18.08.2020

Nach einer durch die Corona-Pandemie erzwungenen Pause haben Forscher ihre Arbeit zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns fortgesetzt. Am Dienstag entnahmen Wissenschafter den letzten zwei lebenden Weibchen im kenianischen Wildreservat Ol Pejeta zehn Eizellen.

Diese dritte Entnahme sollte im Mai stattfinden, wurde aber wegen der Reisebeschränkungen verschoben. Die Pandemie stelle nicht Forscher und Partnerorganisationen, die vom Tourismus abhängig sind, vor "existenzbedrohende Herausforderungen", teilte das Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) mit. "In mehrerlei Hinsicht stellt die Covid-19-Pandemie eine neue Bedrohung für Artenschutzprojekte in aller Welt dar."

Wissenschafter des IZW sowie aus den USA, Japan und Italien versuchen, Mithilfe künstlicher Befruchtung die Unterart des Nördlichen Breitmaulnashorns vor dem Aussterben zu retten. Einst lebten Tausende der Tiere in Afrika, sie wurden aber vor allem durch Wilderei ausgerottet. Nun gibt es nur noch zwei Tiere auf der Welt, zwei Weibchen, die aber keine Buben austragen können.

Das letzte Männchen Sudan starb bereits 2018. Die Forscher wollen die entnommenen Eizellen mit zuvor eingefrorenen Spermien befruchten und diese dann in eine Leihmutter - einem verwandten Südlichen Breitmaulnashorn - einsetzen.

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