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Über 1.200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten dort beheimatet © APA (AFP/dpa/Gabbert)
Über 1.200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten dort beheimatet © APA (AFP/dpa/Gabbert)

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Früherer innerdeutscher Grenzstreifen wird Nationales Naturmonument

21.09.2020

30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung soll der ehemalige Grenzstreifen zwischen BRD und DDR zum Nationalen Naturmonument erklärt werden. Das so genannte Grüne Band - ein Verbund von Biotopen entlang der früheren Grenze - sei "nicht nur ein bedeutender Ort der Erinnerungskultur, sondern auch ein wertvolles Stück Natur in Deutschland", sagte Umweltministerin Svenja Schulze in Berlin.

Es solle nun mit Beteiligung des Bundes und der betroffenen Länder dauerhaft geschützt werden.

"Die ehemalige innerdeutsche Grenze hat sich von einem Todesstreifen zu einer echten Lebenslinie entwickelt", sagte Schulze. "Das Grüne Band erinnert uns an die Trennung, es steht aber auch für die Überwindung der Trennung." Mehr als 1.200 bedrohte Tier- und Pflanzenarten seien dort beheimatet.

Der Schutz Nationaler Naturmonumente ist im Bundesnaturschutz festgelegt. Sie werden wie Naturschutzgebiete behandelt. Es handelt sich laut Gesetz um Gebiete, die wegen ihrer wissenschaftlichen oder historischen Bedeutung oder wegen ihr "Seltenheit, Eigenart oder Schönheit" von herausragender Bedeutung seien.

Erklärung zum Schutz unterzeichnet

Eine Erklärung zum dauerhaften Schutz des Grünen Bandes unterzeichnete Schulze kürzlich mit ihren Landeskollegen aus den Bundesländern Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Schulze rief zudem engagierte Bürgerinnen und Bürger auf, Ideen für die weitere Entwicklung des Bandes einzureichen. Die Umsetzung könne mit Mitteln aus dem 14 Millionen Euro schweren Bundesprogramm "chance.natur" gefördert werden.

Die Umweltministerin hob außerdem den Beitrag der DDR-Bürgerrechtsbewegung zum Umweltschutz hervor. "Wesentliche Impulse für mehr Naturschutz in Deutschland kamen von der friedlichen Revolution in der DDR", sagte sie. Für den Naturschutz in Deutschland sei dies 30 Jahre nach der Vereinigung ein "herausragender Gewinn".

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