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Raketenstart vom Jiuquan Satellite Launch Center in der Wüste Gobi © APA (OTS/ÖAW)
Raketenstart vom Jiuquan Satellite Launch Center in der Wüste Gobi © APA (OTS/ÖAW)

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Satellit mit Magnetometer aus Graz erreichte Umlaufbahn

02.02.2018

An Bord einer chinesischen Rakete vom Typ "Langer Marsch 2D" ist am 2. Februar um 8.50 Uhr (MEZ) der China Seismo-Electromagnetic Satellite (CSES) vom Jiuquan Satellite Launch Center in der Wüste Gobi abgehoben. Die Sonde soll neue Erkenntnisse zur Vorhersage von Erdbeben liefern, Forscher vom Institut für Weltraumforschung (IWF) Graz und der TU Graz haben ein neuartiges Magnetometer beigesteuert.

Der Start sei gut verlaufen und die Nutzlast wurde plangemäß in die vorgesehene Umlaufbahn in der Höhe von rund 500 Kilometern gebracht, heißt es seitens des an der Akademie der Wissenschaften (ÖAW) angesiedelten IWF und des für die Weltraumagenden zuständigen Infrastrukturministeriums. Am 4. Februar soll der über fünf Meter lange Ausleger ("Boom") mit dem Magnetfeldsensor ausgeklappt werden, der magnetische und elektrische Felder exakt bestimmen sowie Plasma und hochenergetische Teilchen analysieren kann, die einen Zusammenhang mit der Erdbebenaktivität auf der Erde haben.

Danach werden die Grazer Forscher das von ihnen entwickelte Quanteninterferenz-Magnetometer (CDSM) zur Messung von magnetischen Gleich- und Wechselfeldern in Betrieb nehmen. Für zwei weitere Sensoren des Geräts zeichnen Experten des National Space Science Center (NSSC) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften verantwortlich.

Bei seinem Jungfernflug auf dem chinesischen Satelliten soll das über mehrere Jahre hinweg mit Unterstützung des Infrastrukturministeriums oder der Europäischen Weltraumagentur ESA entwickelte Gerät seine Weltraumtauglichkeit unter Beweis stellen. 2022 soll CDSM dann an Bord der ESA-Raumsonde "Juice" zum Jupiter starten und ab 2030 rund drei Jahre lang detaillierte Magnetfeldmessungen beim größten Planeten des Sonnensystems und dessen Monden durchführen. Für Infrastrukturminister Norbert Hofer (FPÖ) trägt die Entwicklung "den Ruf der österreichischen Weltraumforschung weit über die Grenzen unseres Landes hinaus".

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