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NASA stellte Zeitplan für ihre "Artemis"-Missionen zum Mond vor

24.05.2019

Jahrzehnte nach den US-Weltraummissionen "Apollo" sollen ab kommenden Jahr die "Artemis"-Missionen zum Mond starten. Die US-Weltraumbehörde stellte nun ihren Zeitplan für die Mondmissionen vor, mit denen erstmals seit 1972 wieder US-Astronauten auf dem Erdtrabanten landen sollen. Für 2020 ist demnach zunächst die unbemannte Mission "Artemis 1" vorgesehen.

Bei "Artemis 2" im Jahr 2022 sollen US-Astronauten den Mond umkreisen. Bei "Artemis 3" sollen im Jahr 2024 US-Astronauten auf dem Mond landen, darunter erstmals eine Frau. Bei allen drei Missionen soll die größte Rakete aller Zeiten zum Einsatz kommen, das sogenannte Space Launch System (SLS), das unter Federführung des US-Luftfahrtkonzerns Boeing gebaut wird.

Bei der gegenwärtigen Entwicklung der SLS-Rakete hat es allerdings immer wieder Verzögerungen gegeben. Kritiker bezeichnen das Vorhaben als aufgeblähtes Arbeitsbeschaffungsprogramm. Die Rakete soll die bemannte Raumkapsel "Orion" transportieren, die unter der Federführung von Lockheed Martin gebaut wird.

Mini-Stützpunkt namens "Gateway"

Darüber hinaus sollen von 2022 bis 2024 die Bauteile eines Mini-Stützpunktes namens "Gateway" in eine Umlaufbahn des Mondes gebracht werden. Die fünf Transportflüge sollen private Raumfahrtunternehmen übernehmen und dafür von der NASA bezahlt werden. Den Bau des Stützpunktes übernimmt die Firma Maxar, wie NASA-Chef Jim Bridenstine mitteilte. Er soll zunächst nur aus Teilen für Antrieb und Energiegewinnung mittels riesiger Solarpanele sowie einem kleinen Wohnmodul bestehen.

Bridenstine drückt bei den Mond-Missionen aufs Tempo. "Unser Ziel ist es letztlich, zum Mars zu gelangen und nicht auf der Mondoberfläche stecken zu bleiben", sagte der NASA-Chef. Dies soll nach seinen Plänen bis zum Jahr 2030 gelingen.

Um die bemannte Mondlandung statt wie zunächst geplant bis zum Jahr 2028 bereits 2024 zu schaffen, benötigt die NASA nach eigenen Angaben 1,6 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) zusätzlich. Die Bewilligung der Gelder durch den US-Kongress scheint aber fraglich.

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