Natur & Technik

Partnermeldung

"Europawahlen sind nicht mehr zweitrangig"

24.05.2019

Die Wahlen zum Europäischen Parlament gewinnen in den letzten Jahren an Stellenwert. Aber warum ist das so und welche Themen beschäftigen die BürgerInnen? Die Staats- bzw. KommunikationswissenschafterInnen Sylvia Kritzinger, Wolfgang C. Müller und Hajo Boomgaarden der Universität Wien analysieren im Gespräch Demokratie, Politik und Medien in Europa.

"In Österreich haben die Themen Klimawandel und Umwelt mittlerweile die Themen Arbeitsmarkt und Beschäftigung abgehängt. Dennoch haben Migration, Sicherheit und Kriminalität hierzulande weiterhin bei den WählerInnen Priorität, ebenso die Themen Gesundheit und Pensionen. Aber wir sehen an unseren Daten, dass es einen Ost-West-Unterschied in der Debattenkultur in den unterschiedlichen Ländern gibt", stellt etwa Kommunikationswissenschafterin Sylvia Kritzinger fest.

"Das Interesse unter den BürgerInnen und den Medien ist gewachsen, Parteien legen sich bei ihren Wahlkampagnen ins Zeug. Das war beispielsweise bei der Wahl von 1999 noch viel weniger der Fall", analysiert Hajo Boomgarden vom Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien.

"Wir fragen in der Studie danach, welchen Einfluss die BürgerInnen glauben mit der Wahl auf die EU-Politik nehmen zu können. Wer wenig Effizienz im eigenen Handeln sieht, wird entsprechend seltener zur Wahl gehen", beschreibt Wolfgang C. Müller eines der Forschungsziele, dem das VieCER nachgeht.

Das VieCER ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum an der Fakultät für Sozialwissenschaften, das sich mit allen Aspekten von Wahlen beschäftigt. Seit 2008 analysiert das VieCER u.a. im Rahmen von Austrian National Election Study (AUTNES) die österreichischen Nationalratswahlen, wobei sowohl die Parteienkommunikation, die Medienberichterstattung als auch die Positionen und das Wahlverhalten der BürgerInnen im Mittelpunkt des Interesses stehen.

Lesen Sie das gesamte Interview in uni:view, dem Online-Magazin der Universität Wien

Wissenschaftliche Kontakte:
Univ.-Prof. Mag. Dr. Sylvia Kritzinger
Institut für Staatswissenschaft
Universität Wien
Rathausstraße 19/9, 1010 Wien
T +43-1-4277-49902
sylvia.kritzinger@univie.ac.at
Univ.-Prof. Hajo Boomgaarden, PhD
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft
Universität Wien
Rathausstraße 19/9, 1010 Wien
T +43-1-4277-49905
hajo.boomgaarden@univie.ac.at
Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang C. Mueller
Institut für Osteuropäische Geschichte
Universität Wien
Spitalgasse 2, Hof 3 (Campus), 1090 Wien,
T +43-1-4277-41106
w.mueller@univie.ac.at
Rückfragehinweis:
Paulina Parvanov, BA MA
Pressebüro der Universität Wien
Forschung und Lehre
1010 Wien, Universitätsring 1
T +43-1-4277-175 40
M +43-664-602 77-175 40
paulina.parvanov@univie.ac.at
STICHWÖRTER
Wien  | Forschung  | Wissenschaft  | Gesellschaft  | EU  |
Weitere Meldungen aus Natur & Technik
APA
Partnermeldung