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Das Paradestück der Salzburger Festspiele hat am 20. Juli Premiere © APA
Das Paradestück der Salzburger Festspiele hat am 20. Juli Premiere © APA

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Salzburger Festspiele: Wissenschaftliche Reflexion über das Festival

18.07.2019

Zahlreiche Veranstaltungen widmen sich während der Salzburger Festspiele von 20. Juli bis 31. August der wissenschaftlichen Reflexion über das Festival. Bei den Disputationes wird über das Motto der Ouverture spirituelle, "Lacrimae", diskutiert. Das Festspiel-Symposium beleuchtet antike Mythen und das Symposium auf Schloss Leopoldskron die Rolle von Frauen bei der Festspielgründung.

Der spirituelle Prolog der Salzburger Festspiele steht unter dem Thema "Lacrimae - Emotionen.Trauer.Trost". Die Disputationes sind eine Begleitveranstaltung zur Ouverture spirtuelle. Es gibt drei Gesprächsrunden im Schüttkasten: Die Salzburger Gerichtsmedizinerin Edith Tutsch-Bauer diskutiert mit dem Wiener Oberkantor Shmuel Barzilai über den Umgang mit Trauer und Leid. Der Salzburger Karikaturist Thomas Wizany erklärt, wie man Emotionen auf den Punkt bringt, und die Schweizer Regisseurin Laura de Weck hinterfragt, warum das Theater für sie ein Trostspender ist.

Das Festspiel-Symposium, ebenfalls im Schüttkasten, beleuchtet unter dem Titel "Der Magische Spiegel" die immerwährende Aktualität antiker Mythen. Medea, Orpheus oder Antigone: Die Mythen der Antike, in denen Festspielgründer Hugo von Hofmannsthal "einen magischen Spiegel" sah, "haben bis heute nichts von ihrer Faszination verloren", hieß es in einer Aussendung der Salzburger Festspiele. "Stellen doch die mythischen Erzählungen von einst ewig gültige Fragen nach unserer Existenz: Es geht um Krieg, Flucht, Opfer, Rachedurst, Schuld und Sühne und um die Liebe." Referenten sind unter anderem Schauspielerin und Autorin Erika Pluhar, Schriftsteller Karl Markus Gauß, Genetiker Markus Hengstschläger und Philosoph Konrad Paul Liessmann.

Symposium zur Rolle von Frauen bei der Gründung

Die Teilnehmer des Symposiums auf Schloss Leopoldskron, darunter Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler und Schauspieler Michael Heltau, gehen der Frage nach, welche Frauen - Schauspielerinnen, Sängerinnen, Regisseurinnen, Intellektuelle - bei der Gründung der Salzburger Festspiele im Jahr 1920 und in den ersten Jahren des Bestehens des Festivals eine wichtige Rolle spielten.

Mit dem Thema Festspiele beschäftigen sich auch noch weitere Veranstaltungen zur Festspielzeit in Salzburg, beispielsweise die "Salzburg Summit" von 25. bis 28. Juli im Salzburg Congress. Rund 120 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Kultur stellen sich der Frage "Innovationsstandort Europa - 5 vor 12?". Die Konferenz wird von PR-Unternehmerin Gabi Spiegelfeld und der Industriellenvereinigung veranstaltet. Am Vormittag des 27. Juli referiert Philosoph Richard David Precht über das Thema "Artificial Intelligence". Zum Thema "Devil, Death and Dean" diskutieren am Abend des 27. Juli im Stiftskeller St. Peter der "Tod" im "Jedermann", Schauspieler Peter Lohmeyer, der "Gute Geselle" und "Teufel" im "Jedermann", Schauspieler Gregor Bloeb, sowie der Wiener Dompfarrer Toni Faber über das Sterben des reichen Mannes. Das Paradestück der Salzburger Festspiele hat am 20. Juli Premiere.

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