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"Fly Me to the Moon": Museum der Moderne feiert 50 Jahre Mondlandung

19.07.2019

Auch das Museum der Moderne in Salzburg kommt heuer um ein prominentes Jubiläum nicht herum. Die morgen, Samstag, beginnende Ausstellung "Fly Me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung" präsentiert gleich 280 Exponate, die sich künstlerisch mit dem Mond auseinandersetzen. Die Palette reicht dabei von Malerei über Fotografie hin zu Videos und multimedialen Installationen.

"Der Mond übt seit Jahrtausenden eine enorme Faszination auf die Menschen aus. Wir nehmen das Jubiläum der Mondlandung zum Anlass, um den Mond und die Reise dorthin als Thema für die Kunst näher zu betrachten", erklärte Thorsten Sadowsky, Direktor des Museums der Moderne, bei einem Presserundgang am Freitag. "Es handelt sich dabei um keine naturwissenschaftliche Ausstellung, sondern zeigt, wie Künstler das Phänomen Mond rezipieren."

Der Schwerpunkt der Schau liegt klar auf Werken aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart, auch wenn einzelne Exponate bis zu Galileo Galilei zurückgehen. Während einige Ausstellungsstücke viel Raum einnehmen - etwa ein großer Fiberglas-Abguss von der Oberfläche der dunklen Seite des Mondes -, braucht man für andere Exponate eine Lupe: Das "Moon Museum" ist eine gerade einmal 1,9 mal 1,3 Zentimeter große Keramikplatte mit sechs Werken prominenter Künstler der 1960er Jahre und eine der wenigen Kopien des während der Apollo 12-Mission angeblich heimlich auf dem Mond zurückgelassen Originals.

Acht Kapitel

Die Schau selbst ist in insgesamt acht unterschiedliche Kapitel eingeteilt. Beleuchtet wird beispielsweise die Rolle der Astronomie, aber auch die Faszination von Mondlicht und Mondschatten auf Künstler. Psychologische Aspekte spielen bei der Auseinandersetzung mit der "Mondkrankheit" eine Rolle, viel Platz wird dem Wettlauf zwischen USA und UdSSR im Weltall während des Kalten Kriegs und den Helden- und Antihelden der Raumfahrt eingeräumt. Die Ausstellung fragt, welche Utopien Künstler nach den Mondlandungen getrieben haben und stellt dabei auch die geschlechtliche wie geografische Vielfalt von Weltraumprogrammen - Stichwörter "Frauen im All" oder "Afronauten" - in den Mittelpunkt.

Popkulturelle Anleihen kommen zu tragen, wenn Kurzausschnitte des Straßenfegers "Raumpatrouille Orion" oder des Muppet-Show-Ablegers "Schweine im Weltall" gezeigt werden. Nicht zuletzt kommt auch der Blick vom Mond auf die Erde nicht zu kurz. Der "World Prozessor" des deutschen Medienkünstlers Ingo Günther ist eine Sammlung von mittlerweile mehr als 400 verschiedenen beleuchteten Globen. Jeder einzelne von ihnen visualisiert und präsentiert dabei Daten - von der Verteilung der Milliardäre auf der Welt bis hin zum Steigen des Meerwasserspiegels oder der Zahl der Autos auf der Erde. Zwölf von Günthers Globen sind in Salzburg zu sehen. Ein Vielzahl der ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Kunsthaus Zürich, einem Kooperationspartner des Museum der Moderne.

Service: Ausstellung "Fly Me to the Moon. 50 Jahre Mondlandung". Von 20. Juli bis 3. November 2019. Museum der Moderne, Mönchsberg 32, 5020 Salzburg. Internet: http://www.museumdermoderne.at

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