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Vega ist für kleine Wissenschafts- und Erdbeobachtungssatelliten geeignet © APA (AFP/ARIANESPACE)
Vega ist für kleine Wissenschafts- und Erdbeobachtungssatelliten geeignet © APA (AFP/ARIANESPACE)

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Fehlstart von Vega-Rakete beruhte wohl auf Defekt in einem Motorteil

06.09.2019

Knapp zwei Monate nach dem Fehlstart einer europäischen Vega-Rakete wird ein Defekt im vorderen Teil des Motors der zweiten Etage als wahrscheinlicher Grund angenommen. Zu diesem Schluss sei eine unabhängige Untersuchungskommission gekommen, teilte der europäische Raketenbetreiber Arianespace in Evry-Courcouronnes bei Paris mit.

In die Untersuchung war auch die Europäische Raumfahrtagentur ESA eingebunden. Die Trägerrakete war Mitte Juli vom Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana mit einem Erdbeobachtungssatelliten abgehoben. Etwa zwei Minuten nach dem Start kam es zu der schweren Unregelmäßigkeit - die Rakete zerbrach in zwei große Teile.

Der Defekt in dem Bereich des sogenannten Z23-Motors sei durch "thermische und mechanische Effekte" ausgelöst worden, hieß es ergänzend. Es war der erste Fehlstart einer Vega-Rakete überhaupt. Nach Überprüfungen werde die Wiederaufnahme der Vega-Flüge in den ersten drei Monaten des kommenden Jahres angepeilt, teilte Arianespace-Chef Stephane Israel mit.

Die Vega ist mit 30 Metern Höhe der kleinste Lastenträger im Arsenal des Unternehmens. Sie ist für kleine Wissenschafts- und Erdbeobachtungssatelliten geeignet. Ihren Erstflug absolvierte sie am 13. Februar 2012. Laut Ariancespace gab es insgesamt 14 erfolgreiche Starts.

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