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Forschungsratschef Hannes Androsch kritisiert die Nationalrats-Beschlüsse © APA (Hochmuth)
Forschungsratschef Hannes Androsch kritisiert die Nationalrats-Beschlüsse © APA (Hochmuth)

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Koalition - Forschungsrat: Forschung und Bildung als Schwerpunkt

18.10.2019

Der Rat für Forschung und Technologieentwicklung (RFT) appelliert an die künftige Regierung, Wissenschaft, Forschung und Bildung zum Schwerpunkt zu machen. "Schon im Wahlkampf fanden diese Themen keine Berücksichtigung, nun scheinen sie auch in den Verhandlungen zur Regierungsbildung keine Rolle zu spielen", so Forschungsratschef Hannes Androsch in einer Aussendung.

Androsch kritisierte, dass sich bei den Beschlüssen, die der Nationalrat im "freien Spiel der Kräfte" gefasst hat, "kein Cent für diese zukunftssichernden Bereiche findet". Auf diese Weise verbessere man nicht die Standortattraktivität oder die Wettbewerbsfähigkeit. Der stellvertretende RFT-Vorsitzende Markus Hengstschläger erinnerte daran, dass Österreich derzeit bei den meisten Indikatoren zur Innovationsperformance oder wissenschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld liege. Hier müsse in der kommenden Legislaturperiode "besonders viel Energie verwendet werden".

In seiner 100. Ratssitzung hat der Forschungsrat die aus seiner Sicht elf wichtigsten Aufgaben einer künftigen Regierung für den Forschungs- und Technologie-Bereich zusammengefasst. Dazu zählen neben der politischen Schwerpunktsetzung u.a. die Sicherstellung einer nachhaltigen Forschungsfinanzierung durch das Forschungsrahmengesetz, die Optimierung des Bildungssystems vor allem hinsichtlich Bildungsvererbung und frühe soziale Selektion, die Steigerung der Effizienz und Effektivität der Forschungsförderung und die Hebung des Stellenwerts von Wissenschaft und Forschung in der Bevölkerung.

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