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Gerd Pollhammer © Markus Schieder
Gerd Pollhammer © Markus Schieder

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"Lastenfahrrad - auf neuen Wegen zum Kunden"

31.10.2019

Gerd Pollhammer, Leiter von Smart Infrastructure/Siemens CEE

Klimawandel und Lärmbelästigung in Städten sind nur zwei der vielen Gründe, warum wir uns auf neue Logistikwege konzentrieren sollten. Siemens Smart Infrastructure (SI) ist gemeinsam mit Heavy Pedals einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer emissionsärmeren Stadtlogistik gegangen und liefert Bestellungen bis zu 120 Kilogramm innerhalb Wiens nun mit einem Lastenfahrrad aus. Vom Rauchmelder über Serviceteile für Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik bis hin zum Thermostat - alles rund um Gebäudesicherheit und Gebäudetechnik wird umweltschonend zu unsere Wiener Kunden geradelt.

Gerade in den großen Städten soll auf umweltfreundliche Transportmittel umgesattelt werden. In Stuttgart und dem schwedischen Malmö ist das bereits ebenfalls mit Lastenrädern von uns gelungen, nun leistet auch Wien seinen Beitrag für die Umwelt. Auf diese Weise sollen die Lastenräder von Siemens im Zuge eines Nachhaltigkeitsprojekts das Unternehmen dabei unterstützen, die Transportemissionen, als ein Bestandteil der unternehmensweiten Dekarbonisierungsstrategie, weiter zu senken. Sollte die Kombination aus Muskelkraft und E-Motoren dennoch nicht genügen, gibt es bereits erste Projekte, die beispielsweise in Nürnberg erfolgreich umgesetzt werden konnten. Seit April 2018 ist dort ein elektrisch angetriebener Lkw im Einsatz. Siemens SI Logistik arbeitet an einer Strategie, um die gesetzten Nachhaltigkeitsziele, in Einklang mit dem jährlich erscheinenden Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens, zu erreichen. Im Vordergrund steht für uns selbstverständlich der Umweltaspekt: Immerhin ist das Rad eine der umweltfreundlichsten Formen der City-Logistik. Weitere Vorteile für die Stadtbewohner? Das E-Fahrrad ist leise, verursacht keinen Stau und braucht wenig Platz zum Parken. Die Kunst eines solchen umweltfreundlichen Service liegt letztendlich darin, mit gleichbleibender Lieferqualität und -schnelligkeit, CO2-neutral zum Kunden zu gelangen.

Die Grundvoraussetzung für uns war, dass wir unseren schnellen Service für die Kunden nicht verschlechtern. Mit dem Rad geht das sehr gut - wer schon mal an sich stauenden Autos locker vorbeigeradelt ist, weiß wovon ich spreche. Die Wege können oft schneller als mit einem Auto oder Transporter zurückgelegt werden, und die Parkplatzsuche erübrigt sich ebenfalls. Unser Ziel ist ein Ökosystem, das den Fortschritt von Gemeinschaften fördert und eine nachhaltige Entwicklung begünstigt - klimaneutrale Lieferungen sind ein effektiver Schritt in eine solche Zukunft.

Das Pilotprojekt in Wien wird vom Lehrstuhl Supply Management der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse aus den lokalen Pilotprojekten, also auch Malmö und Stuttgart, werden wir in die weltweite Logistik von Siemens einsetzen. In Zukunft werden wir hoffentlich viele Lastenräder durch die Städte fahren sehen - oder andere klimafreundliche Lösungen, an denen wir weiter mit Freude tüfteln.

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