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V.l.n.r.: Desmond Grossmann, Adrijana Novakovic und Dora Jandl © APA (OTS/ÖH)
V.l.n.r.: Desmond Grossmann, Adrijana Novakovic und Dora Jandl © APA (OTS/ÖH)

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Koalition - ÖH will weiter gemeinsames Ministerium

14.11.2019

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 41/2019 und nicht zwingend tagesaktuell

Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) plädiert für den Erhalt eines gemeinsamen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Außerdem müssten die Ausgaben für den Hochschulsektor auf mindestens zwei Prozent des BIP (derzeit rund 1,5 Prozent, Anm.) gesteigert werden, heißt es in einem kürzlich vorgestellten ÖH-Forderungskatalog an die künftige Regierung.

In diesem finden sich auch die klassischen ÖH-Anliegen wie die Abschaffung aller Zugangsbeschränkungen. "Zugangsbeschränkungen sind immer sozial selektiv", begründete die stellvertretende ÖH-Vorsitzende Dora Jandl (Verband Sozialistischer StudentInnen/VSStÖ) bei einer Pressekonferenz. Außerdem führten sie immer zu einem Verdrängungseffekt in verwandte Fächer, die dann bald darauf selbst Beschränkungen verhängten - zuletzt etwa von der Medizin in die Biologie oder Chemie.

Studiengebühren müssten abgeschafft und auf Prüfungsgebühren verzichtet werden, so Jandl weiter. Außerdem müssten Studenten sozial so abgesichert werden, dass niemand unter dem Existenzminimum leben müsse. Unter anderem fordert die ÖH daher eine automatische jährliche Valorisierung von Studien- und Familienbeihilfe sowie die Direktauszahlung der Familienbeihilfe an die Studierenden. Für das Studium zu absolvierende Pflichtpraktika müssten verpflichtend bezahlt werden.

Einheitliches Studienrecht

Außerdem soll es ein über alle Hochschulsektoren einheitliches Studienrecht geben. In den Studienplänen sollten die Voraussetzungsketten abgeschafft werden - also Lehrveranstaltungen bzw. Prüfungen, deren Bestehen Voraussetzung für das Belegen anderer Lehrveranstaltungen ist. Dazu müssten wieder vermehrt Wahlfächer geschaffen werden, so Co-Stellvertreter Desmond Grossmann (Fachschaftslisten). In den universitären Vertretungsorganen müssten die Studierenden wie vielfach vor der Einführung des Universitätsgesetzes ein Drittel der Stimmen bekommen.

Neu gestaltet werden soll auch die Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP). In dieser müssten Studenten vor allem über die Möglichkeiten an der Hochschule informiert werden, so Jandl. "Im Mittelpunkt stehen muss das System Hochschule oder eine Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten, nicht das Hinausprüfen."

ÖH-Vorsitzende Adrijana Novakovic (Grüne und Alternative Studierende) verlangte ein österreichweites Studierenden-Ticket für den öffentlichen Verkehr um 360 Euro pro Jahr sowie den Ausbau der Radinfrastruktur. In den Mensen wiederum müssten biologische und regionale Produkte angeboten sowie tierische Nahrungsmittel reduziert werden. Ziel: Ein veganes Gericht pro Tag an jeder Mensa.

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