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Erfinderinnen und Erfinder geehrt © Lunghammer/TU Graz
Erfinderinnen und Erfinder geehrt © Lunghammer/TU Graz

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Patente Forschung: Grazer Universitäten würdigen ihre Entdecker

14.11.2019

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 41/2019 und nicht zwingend tagesaktuell

169 Erfindungs- und 71 Patentanmeldungen sind in den vergangenen zwei Jahren von der Uni Graz, der TU Graz und der Med-Uni Graz verzeichnet worden. Kürzlich wurden die erfolgreichen Erfinderinnen und Erfinder der steirischen Universitäten geehrt. Ihre Innovationen reichen von Biomarkern für Therapieresistenzen bis zu natürlichen Substanzen, die den Körper bei der Zellerneuerung unterstützen.

Die drei Grazer Universitäten würdigen im Zweijahresrhythmus jene Forscher, die mit ihren Erfindungen und Patenten besonders zur internationalen Sichtbarkeit der Universitäten und Stärkung des Forschungsstandortes beitragen. Unter dem Motto "Von der Wissenschaft zur Innovation" waren zu der Ehrung rund 150 Wissenschafterinnen und Wissenschafter in die Aula der Alten Universität in Graz eingeladen. Ihre Innovationen stammen unter anderem aus den Bereichen Materialwissenschaft, Human- und Biotechnologie, Mobilität, Informationswissenschaften und Nachhaltigkeitsforschung.

Drei Erfolgsgeschichten aus der Gesundheitsforschung

Beispielgebend wurden im Rahmen der Veranstaltung drei Erfolgsgeschichten aus der Gesundheitsforschung vorgestellt: An der Med-Uni Graz konnte eine Erfindung erfolgreich an die Biotechnologiefirma Gilupi GmbH lizensiert werden. Der dafür verantwortliche Forscher, Amin El-Heliebi, Leiter der Forschungsgruppe am Lehrstuhl für Zellbiologie, Histologie und Embryologie, ist auf der Suche nach Biomarkern, die im Voraus zeigen, ob die Standard-Therapie wirkungsvoll sein wird oder ob eine andere Therapieform notwendig ist. Er hat eine Detektionsmethode entwickelt, mit der Therapieresistenzen bei Prostatakrebs frühzeitig erkannt werden können.

Die TU-Graz-Forscher Ingo Klimant und Sergey Borisov entwickelten gemeinsam mit der Grazer Niederlassung der B.Braun Melsungen AG biochemische Sensorik-Produkte für den medizintechnischen Bereich. Basierend auf jahrelanger Forschungsarbeit vertreibt The Longevity Labs - ein Spin-off der Uni Graz - europaweit ein spermidinhaltiges, natürliches Nahrungsergänzungsmittel, das die Zellalterung im Körper verlangsamen und altersbedingte Erkrankungen verhindern soll. Grundlage dafür waren die Forschungsergebnisse von Frank Madeo und Tobias Eisenberg. Die beiden Forscher des Instituts für Molekulare Biowissenschaften der Uni Graz identifizierten Spermidin als erste nicht giftige Substanz, die in verschiedenen Organismen die Lebens- und Gesundheitsspanne verlängern kann.

In den vergangenen 15 Jahren verzeichneten die drei Grazer Universitäten laut Aussendung rund 1.200 Erfindungen. Das Forschungs- & Technologie-Haus der TU Graz, das Forschungsmanagement der Uni Graz sowie jenes der Med-Uni unterstützen die Erfinder, damit aus Forschung technologische Innovationen entstehen, die schließlich in Patentanmeldungen bis hin zu Unternehmensgründungen münden, hieß es vonseiten der Universitäten.

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