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Startschuss für "Data House" am Campus der TU Graz

14.11.2019

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 41/2019 und nicht zwingend tagesaktuell

Ein Zentrum für Datenwissenschaften entsteht ab Frühjahr 2020 in zwei Jahren Bauzeit am Campus der Technischen Universität Graz. Das "Data House" wurde nun von Rektor Harald Kainz, EU-Kommissar Johannes Hahn und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) vorgestellt. Rund 35 Millionen Euro fließen in den Bau. Mittel kommen auch aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

Im Impulszentrum in der Inffeldgasse sollen rund 5.400 Quadratmeter Fläche für Forschung zur Verfügung stehen. Der Komplex wird in Kooperation mit der Steirische Wirtschaftsförderung (SFG) errichtet und zwar über eine gemeinsame Gesellschaft. An dieser ist die TU zu zwei Drittel, die SFG zu einem Drittel beteiligt. Der Fokus im "Data House" wird auf Informatik und Digitalisierung gelegt - angebunden an das Know-Center. Hahn meinte, dass die Ergebnisse des neuen Zentrums "viele Möglichkeiten der Anwendung" bieten werden. Er lobte außerdem die "Kombination von Industrie und Forschung" in der Steiermark. Diese habe aus dem "Innovation-Follower" einen "Innovation-Leader" gemacht.

Das "Data House" wird auch in direkter Nachbarschaft zum Headquarter des Silicon Austria Labs (SAL) entstehen. Gebaut wird auch noch am neuen zu Hause für das Electronic Based System-Gebäude (EBS). Es wird rund um Weihnachten bereits eröffnet. In ihm sollen auch Klein- und Mittelbetriebe sowie Start-ups auf rund 1.500 Quadratmeter Büro- und ebenso vielen Quadratmeter Laborflächen Platz finden. Derzeit ist noch das SAL auf drei Stockwerken in dem Gebäude einquartiert.

Mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze

Vierter Neubau ist der Cybersecurity Campus, der zusammen mit SGS Digital Trust Services GmbH, samt Prüflabor und Forschungszentrum errichtet wird. Alle Standorte zusammengerechnet werden in den kommenden Jahren mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze am Campus schaffen, sagte Rektor Kainz. Eine Herausforderung sei die Suche nach geeigneten Wissenschaftern. Da werde europaweit gesucht.

Seit 1995 wurden laut dem Büro von Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP) rund 650 Millionen Euro aus dem EFRE-Topf für rund 4.000 steirische Projekte ausgeschüttet. Inklusive der nationalen Kofinanzierungen seien es 1,3 Milliarden Euro gewesen. Damit verbunden waren Gesamtinvestitionen inklusive Förderungen von mehr als sechs Millionen Euro. In der laufenden Periode (2014-2020) stehen der Grünen Mark 130 Millionen Euro aus dem EFRE-Topf zur Verfügung.

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