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Erforschen neuer, technischer Grundlagen für Streaming digitaler Medien © AFP/jnk ej
Erforschen neuer, technischer Grundlagen für Streaming digitaler Medien © AFP/jnk ej

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Uni Klagenfurt bekommt zum 50. Geburtstag erstes CD-Labor

21.01.2020

Mit einem Festakt begeht die Universität Klagenfurt am 21. Jänner ihr 50-jähriges Bestehen. Quasi als Geburtstagsgeschenk erhält die 1970 als "Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt" eingerichtete Institution ihr erstes Christian Doppler(CD)-Labor, das heute eröffnet wird. Gemeinsam mit einem Spin-Off der Universität arbeitet man dort an innovativen Videoübertragungstechnologien.

Bei der offiziellen Feier hält die Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin, Barbara Stollberg-Rilinger, den Festvortrag zum Thema "Die Aufklärung und ihr ambivalentes Erbe". Am Nachmittag gibt es zudem Ehrungen: Die Kommunikationswissenschafterin Brigitte Hipfl von der Uni Klagenfurt erhält den Ehrenring der Hochschule, die australisch-britische Philosophin Rae Helen Langton von der Universität Cambridge ein Ehrendoktorat.

Labor forscht an technischen Grundlagen für Streaming

Am CD-Labor ATHENA (Adaptives Streaming über HTTP und Entstehende Netzwerk-basierte Multimediadienste) sollen neue technische Grundlagen für das Streaming von digitalen Medien erforscht werden. Ziel ist, Lösungen für die nächste Generation qualitativ hochwertiger Live- und On-Demand-Videos bei gleichzeitig geringerer zeitlicher Verzögerung und niedrigeren Speicher- und Vertriebskosten zu erarbeiten.

"Der zunehmende Wettbewerb zwischen Online-Videoanbietern wird den Innovationsbedarf beschleunigen", erklärte CD-Laborleiter Christian Timmerer vom Institut für Informationstechnologie der Uni Klagenfurt in einer Aussendung. Die Wissenschafter wollen deshalb das Optimum zwischen Kosten, Qualität des Nutzererlebnisses und zunehmender Komplexität der Inhalte ausloten.

4,5 Mio. Euro für ATHENA

In den von der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) für jeweils sieben Jahre genehmigten CD-Laboren kooperieren Wissenschafter mit Unternehmen im Bereich anwendungsorientierter Grundlagenforschung. Das Budget kommt dabei von der öffentlichen Hand und den Unternehmenspartnern - das ist im Fall des neuen CD-Labors das Unternehmen Bitmovin. Dem CD-Labor ATHENA stehen für die Laufzeit insgesamt 4,5 Mio. Euro zur Verfügung, 2,7 Mio. Euro davon kommen von der öffentlichen Hand.

Bitmovin wurde 2012 von Stefan Lederer und Christopher Müller als Spin-off der Uni Klagenfurt gegründet. Die beiden arbeiteten schon während des Studiums an der Entwicklung des MPEG-DASH-Standards mit, einem bedeutenden Standard für Video-Streaming, der heute von Youtube, Netflix, Flimmit und anderen verwendet wird. Der Firmensitz befindet sich mittlerweile in San Francisco (USA), Kompetenzzentren für Forschung gibt es in Klagenfurt und Wien.

Service: CD-Forschungsgesellschaft: https://www.cdg.ac.at

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