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Eine der ältesten Stellen der Aztekenhauptstadt in Mexiko verortet

22.01.2020

In Mexiko-Stadt haben Archäologen nach eigenen Angaben eines der ältesten Viertel der früheren Aztekenhauptstadt Tenochtitlan genau verorten können. Dies gelang ihnen durch die Entdeckung eines Dampfbads aus dem 14. Jahrhundert bei Ausgrabungen im historischen Zentrum der mexikanischen Hauptstadt, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mitteilte.

Dadurch konnte demnach der genaue Ort des Stadtteils Temazcaltitlan festgestellt werden. Temazcaltitlan war Teil des Ortes, an dem sich die Azteken nach mehr als 200-jähriger Wanderung im Jahr 1325 niedergelassen hatten. Der Legende nach sahen sie dort, auf einer Insel im Texcoco-See, das Zeichen, das ihnen der Sonnen- und Kriegsgott Huitzilopochtli vorgegeben hatte: einen auf einen Kaktus sitzenden Adler mit einer Schlange in den Fängen. Daraufhin bauten sie dort ihre Stadt.

Tenochtitlan gehörte mit mehr als 200.000 Einwohnern zu den größten Städten der Welt, als die Spanier unter Hernan Cortes im Jahr 1519 dort ankamen. Innerhalb von zwei Jahren machten sie die Stadt dem Erdboden gleich und löschten damit die aztekische Hochkultur aus. Auf und mit den Trümmern von Tenochtitlan bauten sie die neue Hauptstadt des Vizekönigreichs Neuspanien.

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