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Tockner: "Der 'Mut zum Scheitern' ist in Europa vernachlässigt" © APA

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1000-Ideen-Programm: Über 400 Anträge für mutige Forschungsideen

23.01.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 03/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Auf Anhieb sind es nicht 1.000 Ideen geworden, aber mehr als 400 Forscher haben bei der ersten Ausschreibung des "1000-Ideen-Programms" des Wissenschaftsfonds FWF Anträge eingereicht. FWF-Präsident Klement Tockner freute sich in einer Aussendung über die "große Akzeptanz in der Forschungscommunity". Die Anträge werden nun im Hinblick auf Risikofreude und Originalität begutachtet.

Mit dem neuen Programm will der FWF "neue, mutige oder besonders originelle Forschungsideen, die sich auch außerhalb des gängigen Wissenschaftsverständnisses bewegen", fördern. Für den Fonds sind über 400 Anträge aus allen Wissenschaftsdisziplinen in der ersten Runde "Ausdruck eines beeindruckenden kreativen Potenzials", das wesentlich nur durch das zu knappe FWF-Förderungsbudget limitiert werde. Zudem habe sich gezeigt, dass es mit dem Programm gelinge, den Kreis von Erstantragstellern auszuweiten und neue Forschungsstätten anzusprechen.

"Der 'Mut zum Scheitern' ist in Europa gerade in der Forschungsförderung vernachlässigt - im '1000-Ideen-Programm' ist er dagegen integraler Bestandteil", betonte Tockner. Projekte des Programms würden das Potenzial besitzen, Forschungsbereiche zu transformieren und etablierte Paradigmen in Wissenschaft und Forschung zu hinterfragen.

Um möglichst unvoreingenommen die beantragten Forschungsideen zu bewerten, werden die Anträge für die Begutachtung anonymisiert von einer international besetzten Jury begutachtet. Mit der Vergabeentscheidung wird im Juni gerechnet. Ausgewählte Projekte werden mit maximal 150.000 Euro gefördert. Gedacht ist das als "Anschubfinanzierung für mutige, neuartige Forschungsideen in einem frühen Stadium", also bevor sie vollständig entwickelt sind und dann gute Chancen haben, im Rahmen bestehender Programme gefördert zu werden.

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