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Sport: ASKÖ präsentierte Studie und forderte Bewegung in den Schulen

15.05.2020

Für den Sport-Dachverband ASKÖ ist die Notwendigkeit von Bewegungsangeboten angesichts der Corona-Krise eindeutig - und nun auch durch eine Studie klar belegt. "Man soll diese Studie ernst nehmen und als Entscheidungsgrundlage heranziehen", kommentierte Sport-Austria-(BSO)-Präsident Hans Niessl in Richtung der Politik, die den Schulsport - mit Ausnahmen - nach wie vor nicht erlaubt.

"Es müssen jetzt aber zusätzliche (zu den von der Regierung angekündigten Hilfsgeldern, Anm.) Akzente gegen den Bewegungsmangel in Österreich gesetzt werden. Wir hoffen, dass dieser positive Weg weiter fortgesetzt wird mit der Öffnung der Schulsportstätten (...)", erklärte UNION-Präsident Peter McDonald. "Für mich ist unverständlich, dass in den Schulen der Bewegungsunterricht abgesagt wird", meinte ASVÖ-Präsident Siegfried Robatscher. Auch eine unabhängige Aktion, zu deren Initiatoren u.a. Niessl und zahlreiche heimische (Spitzen-)Funktionäre, Trainer und Aktive zählen, richtete einen dementsprechenden Appell an Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP).

Kinder "wichtige Zielgruppen"

Die ASKÖ gab eine am 15. Mai in Wien präsentierte Studie in Auftrag, die die Bedeutung von Bewegung angesichts der aktuellen Lage untermauern soll. Demnach hat Bewegung für 34 Prozent der Befragten ab 15 Jahren in der Corona-Krise sogar zugenommen, für 55 Prozent sind Bewegung und Sport in dieser Phase "sehr wichtig" oder "wichtig". 7 von 10 Befragten stimmten der Aussage zu, dass man durch die Krise spüre, wie wichtig körperliche Aktivität ist. In Bezug auf den derzeit ruhenden Schulsport - davon ausgenommen sind nur Schulen mit sportlichem Schwerpunkt - wies die ASKÖ nicht zuletzt darauf hin, dass gerade Kinder und Jugendliche aus Sicht der Befragten "sehr wichtige Zielgruppen von Sportvereinen" seien.

ASKÖ-Präsident Hermann Krist forderte von der Politik, unter Einbeziehung von Experten "mutige" Schritte zu setzen: "Vorschläge und Konzepte liegen schon genug am Tisch, jetzt müssen rasch Taten folgen. Wenn zum Beispiel Kinder im Sportverein trainieren dürfen, warum dürfen sie dann in der Schule keinen Sport machen, und warum dürfen unsere Bewegungsexperten nicht ihre Arbeit wie bisher machen? Das versteht kein Mensch", betonte Krist auch im Hinblick auf die derzeit nicht möglichen Einheiten von Vereinstrainern in den Schulen.

Zudem rief Krist zum Ausbau der Aktion "Kinder gesund bewegen" der Dachverbände auf. Der ehemalige Nationalratsabgeordnete möchte die Erkenntnisse der Studie nutzen, um in Seniorenheimen, Tagesheimstätten und ähnlichen Betreuungseinrichtungen für mehr Bewegung zu sorgen. Auch Programme für arbeitslose Menschen sollen verstärkt angeboten werden: "Über 500.000 Arbeitslose brauchen nicht nur Bewerbungstraining, auch die Fitness ist für den weiteren beruflichen Lebensweg unverzichtbar."

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