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Embryonales Skelett kann mit hohem Kontrast abgebildet werden © S. Handschuh/Vetmeduni Vienna
Embryonales Skelett kann mit hohem Kontrast abgebildet werden © S. Handschuh/Vetmeduni Vienna

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Wiener Forscher entwickelten 3D-Skelett-Röntgen für Tierversuche

18.06.2020

Damit man die Entwicklung der winzigen Skelette von Mäuse- und Hühnerembryos genau untersuchen kann, schufen Pathologen der Veterinärmedizinischen Universität (Vetmed) Wien eine Röntgenmethode, die bunte, dreidimensionale Mikroskop-Bilder ihrer Knorpel und Knochen liefert. Die Studie dazu erschien im Fachmagazin "Development".

Zunächst werden die Embryos mit Alkohol (Ethanol) präpariert und dann mit "Rutheniumrot" gefärbt. Dieser Stoff lässt keine Röntgenstrahlen durch und hebt dadurch die Knorpel hervor, berichtet das Team um Simone Gabner vom Institut für Pathologie der Vetmed. "Das Knochenmineral bleibt dabei gut erhalten, sodass das gesamte embryonale Skelett mit hohem Kontrast abgebildet werden kann", so die Forscher in einer Aussendung. Aufgezeichnet werden die Bilder mittels mikroskopischer Computertomographie (microCT). Das Ganze passiert im "Mehrfachenergie-Verfahren", damit man Knorpel und Knochen farblich unterscheiden und bunte Röntgenbilder generieren kann.

Mit der Methode könne man die Skelettentwicklung sichtbar machen und die Größe und Form einzelner Skelettelemente abmessen, so Gabner. Bisher habe man Knorpel und Knochen nicht simultan und dreidimensional abbilden können.

Service: https://dev.biologists.org/content/147/11/dev187633

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