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Gemeinsam mit Partnern von Reykjavik über Innsbruck bis Neapel konnte sich die Universität Innsbruck trotz hartem Wettbewerb mit dem Antrag einer "Aurora European University" durchsetzen © Universität Innsbruck
Gemeinsam mit Partnern von Reykjavik über Innsbruck bis Neapel konnte sich die Universität Innsbruck trotz hartem Wettbewerb mit dem Antrag einer "Aurora European University" durchsetzen © Universität Innsbruck

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Großer Erfolg: Universität Innsbruck wird Teil einer European-Universities-Allianz

09.07.2020

Am Donnerstag gab die Europäische Kommission die Ergebnisse der zweiten Ausschreibungsrunde zu den European-Universities-Allianzen bekannt. Die seit 2019 im Universitätsnetzwerk Aurora aktive Universität Innsbruck konnte sich dabei trotz hartem Wettbewerb mit dem gemeinsamen Antrag einer "Aurora European University" durchsetzen. Der Verbund aus insgesamt neun Universitäten von Reykjavik über Innsbruck bis Neapel wird in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 5 Millionen Euro gefördert und kann damit innovative Kooperationsprojekte in Lehre, Forschung und Verwaltung umsetzen.

Die Europäische Kommission fördert im Rahmen der Ausschreibung 24 European-Universities-Allianzen mit 120 Millionen Euro. Insgesamt haben sich 62 Allianzen beworben, die aus zumindest drei Hochschulen aus unterschiedlichen europäischen Ländern bestehen müssen. Die Initiative, die auf eine Idee des französischen Präsidenten Macron aus dem Jahr 2017 zurückgeht, setzt sich zum Ziel, die länderübergreifende Kooperation von Universitäten im Sinne der Europäischen Idee zu vertiefen und dabei insbesondere die Mobilität von Studierenden, Wissenschaftlern und Mitarbeitern zu erhöhen.

Bewusste Weiterentwicklung für Universität Innsbruck

"Mit dem Beitritt zum Aurora Netzwerk im vergangenen Jahr haben wir einen bewussten Schritt zur stärkeren Vernetzung im europäischen Kontext gesetzt, die nunmehr durch die Mitwirkung in einer European-Universities-Allianz weiter ausgebaut wird", freut sich Rektor Tilmann Märk über den Zuschlag vonseiten der Europäischen Kommission. "Die im Zuge des Antrags formulierten Vorhaben und Ziele sind dabei in großer Übereinstimmung mit den strategischen Zielsetzungen der Universität im Bereich der Internationalisierung, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Diversität. Die European-Universities-Allianz ermöglicht uns einen europaweit sichtbaren Innovationsschub, um exzellente Forschung und Lehre zu unterstützen und die Attraktivität unseres Hochschulstandorts auszubauen." Die Universität Innsbruck ist neben der Leaduniversität VU Amsterdam an den meisten Allianzaktivitäten beteiligt und zeichnet unter anderem für das Arbeitspaket Nachhaltigkeit verantwortlich.

Neue Formen der Mobilität

Die Fördermittel für die European-Universities-Allianzen werden aus dem Programm Erasmus+ bereitgestellt und zielen insbesondere auf den Bereich der Lehre und Mobilität ab. "Künftig werden - auch bedingt durch die Corona-Entwicklungen - neue und flexiblere Formen der Mobilität notwendig sein, die sich nicht nur auf ein klassisches Austauschsemester beschränken", erläutert Bernhard Fügenschuh, Vizerektor für Lehre und Studierende. "Im Rahmen der European-Universities-Allianz werden wir neue Wege beschreiten, um bereits im Rahmen von einzelnen Lehrveranstaltungen innovative Mobilitätsmöglichkeiten zu verankern, die nicht nur physischer, sondern auch digitaler Natur sind. Mit diesem Mix können wir auch unseren Nachhaltigkeitsansprüchen gerecht werden, gezielt eingesetzt, sozial inklusiver agieren. Denn nicht alle Studierenden können sich aus verschiedenen Gründen ein Auslandssemester leisten." Die neuen Möglichkeiten sollen mittelfristig sicherstellen, dass möglichst viele Studierende im Rahmen ihrer Regelstudien inter- und transkulturelle Erfahrungen sammeln, ihr Fachwissen in den Aurora-Kernthemen vertiefen und insgesamt von einem erweiterten Angebot im Rahmen der "Aurora European University" profitieren.

Unmittelbare Umsetzung mit langfristiger Perspektive

Für die neun Universitäten der "Aurora European University" müssen die weiteren Vorbereitungen nunmehr zügig umgesetzt werden. "Der offizielle Projektstart ist bereits am 1. September 2020, weswegen wir sowohl an der Universität Innsbruck als auch innerhalb der Allianz die notwendigen Strukturen etablieren müssen", führt Thomas Baumgartner, Koordinator des Aurora Netzwerks an der Universität Innsbruck, abschließend aus und gibt noch einen Ausblick in die Zukunft. "Obwohl die initiale Förderung des Projekts auf drei Jahre beschränkt ist, haben die Universitäten der Allianz in ihrem Leitbild festgehalten, dass die gesetzten Ziele einen Umsetzungshorizont von 10 bis 15 Jahren umfassen. Die "Aurora European University" ist somit als Einstieg in einen längerfristigen Entwicklungsprozess zu verstehen, der die Universität Innsbruck weiter begleiten wird." Die Europäische Kommission hat zwischenzeitlich bereits eine Folgeförderung für die European Universities nach 2023 angekündigt und wird im Bereich der Forschungsförderung zusätzliche Finanzmittel exklusiv für European-Universities-Allianzen zur Verfügung stellen, auf die sich die Universität Innsbruck im Rahmen der "Aurora European University" dann bewerben kann.

Mitglied der Aurora European University sind:

• VU Amsterdam (Lead, NL)

• Universität Innsbruck (A)

• University of Iceland (IS)

• Universität Duisburg-Essen (D)

• University of East Anglia Norwich (UK)

• Università degli Studi di Napoli Federico II (ITA)

• Universitat Rovira i Virgili Tarragona (ES)

• Universität Olmütz (CZ)

• Copenhagen Business School (DK)

Rückfragehinweis:
Dr. Thomas Baumgartner
Aurora Institutional Coordinator
Universität Innsbruck
Telefon: +43 512 507-2008
E-Mail: thomas.baumgartner@uibk.ac.at
Web: https://www.uibk.ac.at/international/aurora/
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