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Überdachung soll neben Energiegewinn weitere Vorteile mit sich bringen © APA (dpa)
Überdachung soll neben Energiegewinn weitere Vorteile mit sich bringen © APA (dpa)

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AIT will Autobahnen für Solarenergie nutzbar machen

30.07.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 28/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Mit einer Länge von über 12.000 Kilometern bedecken die Autobahnen Deutschlands rund 337 Quadratkilometer des Landes. Diese Fläche will das Austrian Institute of Technology (AIT) in einem Forschungsprojekt für die Gewinnung von Sonnenenergie nutzen.

Gemeinsam mit den Projektpartnern Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE und Forster Industrietechnik GmbH arbeitet das AIT an der Entwicklung von Photovoltaik(PV)-Paneelen und Stützkonstruktionen, mit denen sich die Fahrbahnen überdachen lassen. Neben dem erhofften Energiegewinn soll die Überdachung noch weitere Vorteile mit sich bringen. Dazu zählt Projektleiter Manfred Haider vom AIT Center for Mobility Systems etwa die Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Erhaltung der Oberflächeneigenschaften der Fahrbahn durch Schutz vor Überhitzung und Niederschlägen, sowie zusätzlichen Lärmschutz.

Der im ersten Projektteil entwickelte Prototyp soll im zweiten Teil des Projekts "PV-SÜD" als Demonstrator mit Messtechnik ausgerüstet und ein Jahr lang im Betrieb wissenschaftlich begleitet werden. Unter anderem wird dabei überprüft, ob die solare Nutzung der Straßen praxistauglich umzusetzen ist, etwa in Bezug auf Wartung oder Schneeräumung. "Aus den Analysen der Konzeptphase sowie den Messdaten des Demonstrators erhoffen wir uns wertvolle Erkenntnisse für den zukünftigen Einsatz solcher Photovoltaiksysteme im D-A-CH-Raum", so Haider laut einer Aussendung.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), der Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) sowie dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (Deutschland) und dem Bundesamt für Straßen ASTRA (Schweizerische Eidgenossenschaft) im Rahmen einer Ausschreibung finanziert.

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