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Der Entwurf stammt vom Architekturbüro everySIZE arquitectura limitada © everySIZE arquitectura limitada
Der Entwurf stammt vom Architekturbüro everySIZE arquitectura limitada © everySIZE arquitectura limitada

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Grazer TU feierte Spatenstich für zwei neue Forschungszentren

14.09.2020

Der Start zu einem Neubau-Großprojekt am Campus der TU Graz in der Inffeldgasse wurde am Montag mit dem Spatenstich gefeiert. Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtet im Auftrag der TU Graz das "Data House" und das "SAL Building". In das Zentrum für Datenwissenschaften und den Headquarter der Silicon Austria Labs (SAL) werden bis zum Jahr 2023 insgesamt rund 55 Millionen Euro investiert.

Die beiden Gebäude sind den neuen Methoden der Datenverarbeitung und der Mikroelektronik-Forschung gewidmet und sollen "ein enges Miteinander von Industrie und Wissenschaft" ermöglichen, wie TU-Rektor Harald Kainz im Vorfeld der Grundsteinlegung am Montag erklärte. Die Neubauten entstehen auf einem rund 8.800 Quadratmeter großen Grundstück in der Sandgasse in unmittelbarer Nähe zu den bisherigen TU-Institutsgebäuden. Ihre Nutzfläche wird insgesamt rund 20.000 Quadratmeter betragen. Der Entwurf stammt vom Architekturbüro everySIZE arquitectura limitada aus dem portugiesischen Lissabon, berichtete BIG-Geschäftsführer Hans-Peter Weiss.

4.400m2 für Big Data und Künstliche Intelligenz

Im "Data House" werden künftig Forschende der TU gemeinsam mit neu gegründeten sowie etablierten Unternehmen an u.a. neuen Methoden der Datenverarbeitung arbeiten. Es wird die neue Heimat für das Institute of Interactive Systems and Data Science (ISDS) der TU Graz und das Grazer Know-Center, wie deren Leiterin Stefanie Lindstaedt ausführte. Rund 4.400 Quadratmeter und somit mehr als die Hälfte der vorhandenen Fläche soll universitär genutzt werden und das Know-how in den Bereichen Big Data, Künstliche Intelligenz und Interaktive Systeme vorantreiben.

Errichtet wird der Neubau auch mit finanzieller Unterstützung des Landes Steiermark und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, wie Christoph Ludwig, Geschäftsführer der Steirischen Wirtschaftsförderung SFG hervorhob. Laut Plan sollen sich künftig mehr als 500 Personen um Innovationen im Digitalisierungsbereich kümmern. Im Gebäude wird auch der Science Park Graz mit etlichen Start-ups untergebracht. "Die Wege zu den Unternehmen werden dann nur noch wenige Meter betragen", freute sich Lindstaedt.

Das "Data House" wird in direkter Nachbarschaft zum Headquarter des SAL entstehen. Forschung im Bereich der elektronikbasierten Systeme (EBS) steht im Fokus. Mit dem "SAL Building" bekommen die SAL am Campus Inffeldgasse ihr eigenes Hauptsitzgebäude. Neben den weiteren Standorten in Villach und Linz wird am Grazer Standort verstärkt an Leistungselektronik, Systemintegration und elektromagnetischer Kompatibilität, Machine Learning und Embedded Artificial Intelligence gearbeitet, wie Geschäftsführer Gerald Murauer schilderte. "In den neuen Räumlichkeiten und Laboren können wir mit unseren Industrie- und Universitätspartnern noch besser an innovativen Lösungen forschen", zeigte er sich überzeugt. Mehr als 100 Mitarbeiter sollen bereits 2023 das Haus beziehen, insgesamt werde das Gebäude auf mehr als 200 Mitarbeiter ausgelegt, wie Murauer darlegte.

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