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Wiener Innovations-Hub weXelerate ändert Programmstruktur

22.10.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 38/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Der im Herbst 2017 gestartete Wiener Start-up-Hub weXelerate ändert nach drei Jahren seine Programmstruktur. "Wir haben in den letzten Monaten die Erkenntnisse der vergangenen drei Jahre mit unseren Corporates genau analysiert und uns angesehen, was gut funktioniert hat und was angepasst werden muss", so weXelerate-Chef und Mehrheitseigentümer Awi Lifshitz zur APA.

Der Hauptfokus von weXelerate habe sich in den Vergangenheit bereits von reinen Start-up-Thematiken in Richtung Innovation verlagert, so Lifshitz. weXelerate bezeichnet sich heute als Innovations-Hub. Neu mit an Bord als neue weXelerate Innovations-Verantwortliche ist Maria Seifert-Gasteiger. Sie war zuvor Innovationsmanagerin bei der ÖBB Holding AG.

Das neue Programm "WEXPLORE" soll einen Einblick ins Innovations-Ökosystem Österreichs liefern und richtet sich unter anderem an Geschäftsführer, Innovations- und Digitalisierungsmanager. Bei "WEXECUTE" geht es um eine Matching-Plattform für Innovationsprojekte inklusive Start-up-Kollaboration und Innovation Calls. Zielgruppe sind wieder Innovations- und Digitalisierungsmanager sowie Mitarbeiter, die in Innovationsprojekte umsetzen. Beim neuen Programm "WEXPERTS" wird eine moderierte Werkstatt für Innovationsverantwortliche angeboten.

Dreigliedrige Innovations-Programmstruktur statt "Batches"

Bisher hat weXelerate sogenannte "Batches" organisiert, bei denen Großunternehmen mit passenden Start-ups für langfristige Kooperationen vernetzt wurden. Seit dem Start im Herbst 2017 wurden sechs "Batches" angeboten.

Der im Nouvel-Tower am Wiener Donaukanal beheimatete Innovations-Hub finanziert sich durch die Vermietung von Büroflächen an Start-ups und Großunternehmen. Eingemietet ist unter anderem die Smartphone-Bank N26 und die Digitalabteilung des Feuerfestkonzerns RHI Magnesita. Die zweite Erlösquelle ist das Programmgeschäft, wo Unternehmen für ihre Teilnahme einen finanziellen Beitrag leisten. Der Innovations-Hub beschäftigt 15 Mitarbeiter. Laut dem weXelerate-Chef hat sich die Coronapandemie bisher "gar nicht" auf das Vermietungsgeschäft ausgewirkt, bei den Programmen gibt es krisenbedingt "eine natürliche Vorsicht" bei den Unternehmen. "Wir sind finanziell stabil", so Lifshitz. Nur zum Start habe man eine öffentliche Förderung bekommen, seitdem sei man komplett privat finanziert. Im Herbst 2019 eröffnete weXelerate einen zweiten Standort in Dornbirn. Vorarlberg sei "eine vielversprechende Region", so der weXelerate-Chef.

Mehrere Managerwechsel

In den vergangenen drei Jahren gab es schon mehre Managerwechsel bei weXelerate. Der frühere Geschäftsführer und Mehrheitseigentümer Oezkan Hassen Kirmaci war 12 Tage nach der Eröffnung im Herbst 2017 überraschend zurückgetreten. Auch das Engagement von der damaligen Kanzler-Gattin Eveline Steinberger-Kern bei weXelerate war im Nationalratswahlkampf 2017 ein Thema. Steinberger-Kern zog sich ein Jahr später zurück. Die im April 2018 vorgestellten neuen Chefinnen, Gabrielle Costigan und Claudia Witzemann, amtierten nur ein halbes Jahr bzw. etwas mehr als ein Jahr. Seit Mai 2019 ist Mehrheitseigentümer Lifshitz auch weXelerate-Chef.

Die Gesellschaft weXelerate gehört zu 63,1 Prozent dem CEO Avihai Lifshitz, der zweite Geschäftsführer Dominik Greiner ist über die Camouflage Ventures GmbH rund 13,5 Prozent beteiligt. Die Cielo Privatstiftung hält 8,8 Prozent, Raphael Seidler (7,6 Prozent), PASS Beteiligungs-GmbH (5 Prozent), Stephan Jung und Reiter Thomas (jeweils 1 Prozent), geht aus dem "Wirtschafts-Compass" (Firmenbuch) hervor.

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