Politik & Wirtschaft

Archäologie 2.0 © LBG/APA-Fotoservice/Preiss
Archäologie 2.0 © LBG/APA-Fotoservice/Preiss

Partnermeldung

TEC-Xperience: Hightech für die Archäologie

05.08.2016

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem Austrian Institute of Technology (AIT)

Bei den Alpbacher Technologiegesprächen zeigt das LBI ArchPro Hightech für die Archäologie: Bei der TEC-Xperience im Schrödinger Saal finden Sie den Stand zwischen Google und Patentamt.

Prof. Wolfgang Neubauer und sein Team vom Ludwig Boltzmann Institut für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie (LBI ArchPro) werden die Methoden herzeigen, mit denen sie jüngst Funde etwa in Carnuntum (Gladiatorenschule) und England (ein noch älterer und größerer Steinkreis in der Nähe von Stonehenge) gemacht haben.

Virtuelle Archäologie lässt das bronzezeitliche Akrotiri wieder auferstehen

Erstmals ermöglicht eine Forschungsinitiative des LBI ArchPro den virtuellen Besuch des einzigartigen Kulturdenkmales Akrotiri (Santorini) in seiner einstigen Pracht. Unterstützt von der National Geographic Society hat das Ludwig Boltzmann Institut gemeinsam mit einer internationalen Forschungsgruppe im Jahr 2014 die gesamte Ausgrabungsstätte mit 3D Laserscanner-Technologie digital dokumentiert und somit im Falle einer Zerstörung ihre virtuelle Erhaltung gesichert. In weiterer Folge haben Expertinnen und Experten im Bereich der 3D-Rekonstruktion Teile der Fundstätte am Computer realistisch rekonstruiert und 3D visualisiert. In Alpbach präsentiert das LBI ArchPro erstmals die Aufbereitung der digitalen Inhalte für Virtual-Reality-Systeme: Mit dem HTC Vive Virtual-Reality-Headset können Besucherinnen und Besucher virtuell in die Bronzezeit eintauchen und sich frei über den Dreiecksplatz von Akrotiri bewegen, das Westhaus mit seinen prächtigen Fresken erkunden und sogar mit virtuellen Objekten interagieren.

Diese ersten Ergebnisse zeigen bereits eindrucksvoll die Möglichkeiten, mit denen moderne digitale Dokumentationstechnologien und Visualisierungstechniken für Kulturvermittlung und Wissensmanagement archäologischer Informationen und Forschungsergebnisse eingesetzt werden können. Doch der virtuelle Spaziergang über den Dreiecksplatz ist erst der Anfang einer umfassenden digitalen 3D-Visualisierung und -Rekonstruierung dieser bedeutenden archäologischen Fundstätte. Im Zuge der Feldarbeit hat das Team in Akrotiri über drei Milliarden Datenpunkte mit dem Laserscanner aufgenommen – die Auswertung der Daten ist aufgrund der großen Datenmenge und der fehlenden finanziellen Mittel noch nicht abgeschlossen.

Das 3D-Landschaftsmodell des wikingerzeitlichen Birka in Schweden

Basierend auf flugzeuggestützten Laserscans des LBI ArchPro und dem daraus resultierenden digitalen Geländemodell wurde die Landschaft der wikingerzeitlichen Fundstelle Birka (Schweden) als großflächiges 3D-Modell gedruckt. Ein Mini-Projektor projiziert wechselnde Dateninhalte millimetergenau auf die dreidimensionale Oberfläche; damit können Resultate der archäologischen Prospektion (Airborne Laserscanning, Bodenradar-und Magnetikmessungen) und Informationen zur Fundstelle wie z.B. Meeresspiegelschwankungen, wikingerzeitliche Hafenanlagen, Siedlungsbereich und Grabhügel in hochauflösender Qualität direkt auf dem Geländemodell visualisiert werden.

Hier bekommen Sie eine Idee, was Sie erwartet:

https://youtu.be/KwOUtQyYJVU

(Veranstaltung vom 1. 6. 2016)

http://www.lbg.ac.at/de/themen/forum-alpbach-2016

Quelle: Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Weitere Meldungen aus Politik & Wirtschaft
APA
Partnermeldung