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Management von Veränderung und Komplexität © Hays
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Kooperationsmeldung

Leading Innovation Impulse: Vom logischen zum systemischen Denken

07.12.2017

Diese Meldung ist Teil einer Medienkooperation mit dem TÜV AUSTRIA

Isolierte Betrachtungsweisen helfen uns nicht mehr weiter. Mehr als jede andere wirtschaftliche Entwicklung stülpt die Digitalisierung das Unternehmen radikal um: Was innen war, rutscht an die Außengrenze; was geheim war, wird öffentlich; was geschlossen war, wird durchlässig und offen. Denn der Erfolg der Zukunft entsteht auch für die Big Data Champions nicht in individueller Exzellenz als Unternehmen, sondern als Mitspieler auf Datenplattformen. Dort, wo Daten als neue Währung gehandelt werden, wo aus Information gegenseitiger Mehrwert wird, entscheiden sich Wachstum und Gewinn. Führungsarbeit bedeutet mehr denn je radikale Öffnung, Denken und Handeln über

Grenzen hinweg und interdisziplinäres Verständnis über die digitalen Ökosysteme. Und Sicherheit ist kein Aspekt, der ein einzelnes Unternehmen betrifft, sondern stets ganze Netzwerke von Betrieben. Dabei birgt die digitale Revolution nicht nur Risiken, sondern auch neue Methoden zur Erhöhung der Sicherheit. Schäden bereits vereiteln, bevor sie entstehen, und technische Interventionen schon vor dem Anlassfall vornehmen zu können, ist das Motto vorausschauender Maßnahmen. Mit Predictive Analytics kommt man diesem Ziel näher als je zuvor - vorausgesetzt man entwickelt ein systemisches Verständnis über die Zusammenhänge komplexer Systeme.

Ing. Mag. Thomas Jost, Vorstand Liaunig Industrieholding AG, CEO und Miteigentümer Waagner-Biro AG: "Es muss gewährleistet werden können, dass im Digitalisierungsprozess sämtliche Systeme und Prozesse im Unternehmen nach wie vor vollumfänglich zur Verfügung stehen. Daten müssen in Formaten und mit entsprechenden Technologien gespeichert werden, damit sie auch nach vielen Jahren noch lesbar sind. "

DI Dr. Peter Layr, Sprecher des Vorstandes EVN AG: "Generell ist die Sicherheit aber auch die Qualität der Software eine Schlüsselfrage. Wird in Zukunft fehlerfreie Software einfach mehr kosten, wodurch man sich selbst für ein Sicherheitsniveau entscheiden kann?"

DI (FH) Andreas Gerstenmayer, CEO AT&S AG: "Open Source Modelle benötigen eine konsequente IT-Governance zur Vermeidung der Risiken. Wo es sich nicht vermeiden lässt und wo Provider professionelle Lösungen anbieten, nutzen wir heute schon Cloud-Services. Dabei gehen wir aber keine Kompromisse bei unseren internen Vorgaben zur Risiko- vermeidung ein."

Johann Christof, CEO und Eigentümer Christof Industries GmbH: "Wir verwenden bereits heute verschiedene, sorgfältig selektierte Cloud-Lösungen, um am globalen Markt konstruktiv, zeitschonend und flexibel arbeiten zu können. Da es allerdings sehr viele verschiedene Möglichkeiten und Plattformen gibt zu kommunizieren und wir global tätig sind, haben wir noch immer Schwierigkeiten alle nötigen Kommunikationswege in unsere IT zu integrieren und dabei den gewünschten Sicherheitslevel beizubehalten. Die westliche Welt verwendet zum Beispiel hauptsächlich Whatsapp, Skype und LinkedIn, im Mittleren Osten und Osteuropa aber vermehrt Telegram und Viber. Es gibt auch keine standardisierten Datenraum-Plattformen, was heißt, dass wir immer wieder mit neuen Programmen und Cloud-Lösungen konfrontiert sind um zum Beispiel auf Dokumente während eines Due Diligence Prozesses zugreifen zu können oder sicherheitskritische Dokumente für Industrialisierungen von externen Technologien auszutauschen."

DI Armin Rau, Geschäftsführer TRUMPF Maschinen Austria GmbH + Co KG: "Durch die Vernetzung werden die Systeme an sich resilienter, weil man Ersatzstrategien fahren kann und mehrere vernetzte Maschinen zur Verfügung hat, die unter Umständen das Gleiche bewirken können. Wenn ein Teil einer Maschine ausfällt, kann dessen Funktion durch die Vernetzung von anderen Komponenten oder Maschinen übernommen werden. Somit wird aber auch sichere Vernetzung ein wesentlicher Aspekt."

(Thematische Einführung von Franz Kühmayer, zukunftsInstitut)

Service: Dieser Beitrag ist Teil der Publikation "Leading Innovation Impulse aus dem TÜV AUSTRIA Innovationsbeirat: Band 1 - Sicherheit als Wegbereiter für die Digitale Transformation", weitere Informationen und Download unter: http://go.apa.at/4v71CAJM

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