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Sechs Start-Preise an Nachwuchsforscher

13.06.2018

Neben den beiden Wittgenstein-Preisen gehen sechs jeweils mit bis zu 1,2 Mio. Euro dotierte Start-Preise an Nachwuchsforscher. Gleich die Hälfte davon erhalten Wissenschafter der Technischen Universität (TU) Wien. Im Folgenden die Preisträger:

Die Physikerin Emanuela Bianchi, geboren am 18. September 1981 in Rom, vom Institut für theoretische Physik der TU Wien arbeitet im Bereich Materialwissenschaften. Dabei spielt die Selbstorganisation mikroskopischer Einheiten zu größeren Strukturen eine immer wichtigere Rolle. In ihrem Start-Preis-Projekt "Heterogen geladene Kolloiden für Materialentwicklung" will sie diese Selbstorganisation zuverlässiger und in reversibler Weise steuern.

Der Bauingenieur Josef Norbert Füssl, geboren am 17. August 1980 in Wien, arbeitet am Institut für Mechanik der Werkstoffe und Strukturen der TU Wien. In seinem Start-Preis-Projekt "Holz durch computergestützte Methoden berechenbar machen" will er die Skepsis verringern, mit der Holz als Tragwerkselement betrachtet und daher nicht so häufig eingesetzt wird.

Der Physiker Philipp Haslinger, geboren am 1. Dezember 1982 in Wien, arbeitet am Atominstitut der TU Wien. In seinem Start-Preis-Projekt "Atominterferometrie in einem optischen Resonator" will er Atominterferometrie, mit deren Hilfe man Kräfte in höchster Präzision messen kann, verbessern, um nach neuen physikalischen Effekten in der Nähe von Oberflächen zu suchen.

Der Physiker Oliver Hofmann, geboren am 31. Juli 1982 in Wien, arbeitet am Institut für Festkörperphysik, der TU Graz. In seinem Start-Preis-Projekt "MAP-DESIGN" beschäftigt er sich mit der Struktur von Materialien, also wie sich dessen Bestandteile relativ zueinander anordnen. Davon hängen viele Materialeigenschaften ab, etwa Geschmack und Aussehen von Schokolade oder die Wirksamkeit von Medikamenten. Sein Ziel ist, auf Basis quantenmechanischer Computersimulationen optimale Prozessbedingungen für die Herstellung bestimmter Strukturen vorherzusagen.

Der Biologe Robert Junker, geboren am 2. Juni 1981 in Buchen (Deutschland), arbeitet am Fachbereich für Biowissenschaften der Universität Salzburg. In seinem Start-Preis-Projekt "Sequenzielle Entstehung von Funktioneller Multidiversität" beschäftigt er sich mit der Frage, wie verschiedene Ökosysteme und ihre Artenvielfalt entstehen. Das soll Aufschlüsse darüber liefern, wie man in bereits gestörte Ökosysteme unterstützend eingreifen kann.

Gina Elaine Moseley, geboren am 1. Mai 1984 in Walsall (Großbritannien), arbeitet am Institut für Geologie der Universität Innsbruck. In ihrem Start-Preis-Projekt "Nordostgrönland Speläothemprojekt" anhand von Sinterablagerungen in Höhlen ("Speläotheme") die Klimageschichte Nordostgrönlands erforschen - eines jener Gebiete der Arktis, die durch den Klimawandel voraussichtlich die größten Veränderungen erleben werden.

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