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Steirischer Schweißanlagenbauer Stirtec erhielt Millionen-Investment

06.12.2018

Der steirische Schweißanlagenbauer Stirtec aus Premstätten nahe Graz hat sich um 3,7 Mio. Euro eQventure als Investor an Bord geholt. Die Steirer gelten als Vorreiter bei der sogenannten Rührreibschweißtechnologie (Friction Stir Welding). Derzeit liefert man Anlagen an europäische Premium-Autohersteller und zog einen millionenschweren Auftrag eines US-amerikanischen Zulieferers an Land.

Die eQventure hat sich mit ihrem Investment knapp 54,5 Prozent der Unternehmensanteile gesichert. Der Rest bleibt laut Wirtschafts-Compass zu je einer Hälfte bei den Gründern Thomas Weinberger und Gunter Figner, die die Stirtec seit 2013 als einen Spin-off der TU Graz leiten. Das Unternehmen mit seinen rund 20 Mitarbeitern hat sich auf Fügetechnologie spezialisiert, die insbesondere in der Automobilindustrie für die Produktion und Sicherheit von Antriebssträngen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen von Bedeutung ist. Die Anlagen der Stirtec können unterschiedliche Metalle besonders gut miteinander verschweißen und stellen etwa Wannen für Akkus von Elektrofahrzeugen her.

Geschäftsführer Roland Rathner will das Investment für die Umsetzung von Großaufträgen, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und den Ausbau der Fertigungskapazitäten verwenden, hieß es in einer Aussendung. Der kürzlich gewonnene Auftrag aus den USA umfasst die Lieferung einer mehrfach verketteten Komponentenfertigungsanlage, die es ermöglicht, Batteriegehäuse für Elektro- und Hybridfahrzeuge mit höchster Zuverlässigkeit, Gasdichtheit und Crashfestigkeit herzustellen.

"Unsere Exportquote beträgt fast 100 Prozent. Bei den europäischen Premium-Fahrzeugherstellern wie Daimler & Co. ist dieses Fügeverfahren bereits erprobt. Mit einigen der führenden europäischen Automobilzulieferer arbeiten wir an der Serieneinführung dieser zukunftsweisenden Technologie", so Rathner. Die Stirtec hat laut eigenen Angaben den Sprung vom Start-up zum weltweiten Technologieführer geschafft. Man will die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten mit in- und ausländischen Universitäten und internationalen Forschungsinstituten in den kommenden Jahren weiter ausbauen. "Wir suchen noch motivierte, technikbegeisterte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", sagte Rathner.

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