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Derzeit werden Projekte großteils themenoffen unterstützt © APA
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OeNB-Jubiläumsfonds: Unis äußern Unverständnis

18.10.2019

Die geplante ausschließliche Förderung von Forschungsprojekten zu notenbankrelevanten Themen durch den Jubiläumsfonds der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) stößt auf Unverständnis bei der Universitätenkonferenz (uniko). Die Entscheidung zeuge "von einem wenig sorgsamen Umgang mit dem österreichischen Forschungs- und Wissenschaftssystem", hieß es in einer Aussendung.

Anfang Oktober hatte die OeNB bekanntgegeben, dass der 1966 eingerichtete Jubiläumsfonds thematisch eingeengt wird. Derzeit werden Projekte aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Medizin sowie Sozial- und Geisteswissenschaften großteils themenoffen unterstützt. Künftig sollen dagegen nur mehr Forschungsprojekte zu notenbankrelevanten Themen gefördert werden. Zuletzt wurden jährlich rund zehn Mio. Euro ausgeschüttet. "Der Jubiläumsfonds ist damit nicht irgendein Instrument, sondern seit über 50 Jahren ein strukturelles Element der öffentlichen Forschungsförderung", so uniko-Präsident Oliver Vitouch.

Nicht ohne Grund spiele der Fonds daher auch bei der Aufteilung der Uni-Budgets eine Rolle als Forschungs-Wettbewerbsindikator. Neben dem Wissenschaftsfonds FWF sei er bis dato "eine Säule der themenoffenen Grundlagenforschung in Österreich", betonte Vitouch. Im Bereich der Medizin habe er besonders bei der Nachwuchsförderung eine Rolle gespielt, im Bereich der Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften sei er neben dem FWF die wichtigste nationale Drittmittelquelle.

"Wir zählen auf ein Umdenken, und darauf, dass die OeNB ihre systemrelevante Tradition im Bereich der themenoffenen Forschungsförderung fortsetzt", so Vitouch. Auch Kooperationslösungen mit dem FWF wären "ausgezeichnet denkbar."

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