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Weniger Hochschulabschlüsse bei Migranten aus Drittstaaten © APA (dpa)
Weniger Hochschulabschlüsse bei Migranten aus Drittstaaten © APA (dpa)

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Bildungsabschluss im EU-Raum hängt stark von der Herkunft ab

23.05.2019

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 20/2019 und nicht zwingend tagesaktuell

Die Höhe des Bildungsniveaus hängt im EU-Raum offenbar stark mit der Herkunft zusammen. Das geht aus Daten hervor, die Eurostat kürzlich veröffentlicht hat. Demnach ist der Anteil an Drittstaatsangehörigen mit Matura oder Berufsausbildung sowie mit Hochschulabschluss deutlich geringer als unter Einheimischen oder Personen aus dem EU-Ausland.

Laut europäischer Statistikbehörde - sie bezieht sich in ihrer Erhebung auf Menschen im Alter zwischen 25 und 54 Jahren - haben 31,2 Prozent jener Migranten, die aus einem Land außerhalb der Europäischen Union kommen, einen Abschluss im tertiären Sektor, also an einer Universität oder Fachhochschule. Dieser Wert liegt unter jenem sowohl von EU-Ausländern (37 Prozent) als auch von Einheimischen (35,6 Prozent).

Unterschied im Sekundarbereich stärker

Noch stärker ausgeprägt ist der Unterschied im Sekundarbereich, worunter in Österreich etwa AHS oder berufsspezifische Schulen fallen. Während nur 34 Prozent aller Drittstaatsangehörigen über einen derartigen Abschluss verfügen, sind es 41,6 Prozent unter Bürgern aus anderen EU-Staaten und 47 Prozent aus dem jeweiligen Heimatland.

Demnach ist der Anteil jener Personen, die höchstens einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, unter Nicht-EU-Bürgern am höchsten. 34,8 Prozent und damit mehr als ein Drittel fallen in diese Gruppe. Zum Vergleich: Auf nur gut jeden Vierten aus einem anderen EU-Land (21,4 Prozent) trifft dies zu, und nicht einmal jeder fünfte Einheimische (17,4 Prozent) fällt in diese Kategorie.

Auffällig ist, dass unabhängig von der Herkunft der Anteil der Frauen im tertiären Sektor überwiegt. Den mittleren und unteren Bildungsbereich dominieren demnach die Männer.

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