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Beschneiung von Pistenflächen "keine Katastrophe" © APA
Beschneiung von Pistenflächen "keine Katastrophe" © APA

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Studie sieht geringen Einfluss von Beschneiung auf Artenvielfalt

18.06.2019

Eine von einem Salzburger Seilbahnunternehmen in Auftrag gegebene Biodiversitäts-Studie schätzt den Einfluss der Pistenbeschneiung auf die Artenvielfalt auf den Skipisten-Flächen als gering ein. Erheblich größere Auswirkungen hat laut dem Studienautor und Leiter des Instituts für Ökologie in Salzburg, Helmut Wittmann, wie oft die Pistenflächen gemäht und gedüngt werden.

Die Artenvielfalt auf den Pisten sei "im besten Fall enorm", hielt Wittmann bei einer Pressekonferenz in Innsbruck fest. Der wissenschaftliche Mitarbeiter am Biodiversitätszentrum des Hauses der Natur war von der Schmittenhöhebahn AG aus dem Salzburger Zell am See mit der Erstellung der Studie beauftragt worden.

Die Artenvielfalt gelte jedenfalls für die Skipisten auf der Schmittenhöhe, die für die Studie untersucht wurden. "Trotz Beschneiung haben wir dort beispielsweise rare Heuschrecken-Arten angetroffen", erklärte Wittmann. Auch dutzenden Schmetterlingsarten sei man begegnet, ergänzte der Ökologe.

Blühstreifen und Mähen zu unterschiedlichen Zeitpunkten

Eine Erklärung für dieses offenbar bunte Naturtreiben am Hausberg der Bezirkshauptstadt hatte Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn, rasch parat. "Wir können als Seilbahnunternehmen über die Fläche verfügen und müssen nicht landwirtschaftlich produzieren", meinte er. Auch "Blühstreifen" auf den Pisten wirkten sich positiv auf die Skipisten-Fauna aus, so Egger. "Gute Ergebnisse erzielt man auch durch unterschiedliche Zeitpunkte beim Mähen", fügte Wittmann hinzu.

Dieses Studienergebnis ließ sich naturgemäß auch gut mit den Intentionen des Tiroler Vereins "Vitalpin" in Einklang bringen, der sich als "Interessensgemeinschaft für alpines Wirtschaften" versteht und zu der Pressekonferenz geladen hatte. "Wir möchten die Faktoren Mensch, Natur und Wirtschaft in ein Gleichgewicht bringen", sagte Vitalpin-Geschäftsführerin Theresa Haid. "Die Beschneiung von Pistenflächen ist natürlich kein Optimum, aber definitiv keine Katastrophe", assistierte Wittmann.

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