Politik & Wirtschaft

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Den Donauraum als Region begreifen

12.07.2019

Ziel des Projekts DANUrB ist es, ein neues Bewusstsein für den Donauraum zu schaffen. Die Donau verbindet nicht bloß acht Länder, sie schafft auch einen einzigartigen Kulturraum. Um diese Region als eigenständige Marke herauszuarbeiten, wurde die Vernetzung der Anrainerstaaten in grenzüberschreitenden Projekten gefördert.

Die besondere Rolle der Donau zeigt sich schon am internationalen Tag der Donau, der seit 2003 auf Anregung der internationalen Kommission zum Schutz der Donau begangen wird. Am Projekt DANUrB, das von der EU gefördert wurde, wirkten 20 Partner von sieben Ländern mit. Sie setzten sich zum Ziel, den Menschen, die an der Donau leben und arbeiten, die Botschaft zu vermitteln, in einem Raum mit gemeinsamer Kultur, Geschichte, Kulinarik und Erbe zu leben.

Der Schlüssel zum Erfolg des Projekts liegt in der Vernetzung verschiedenster Institutionen und Organisationen des Donauraums um ein lebendiges Netzwerk zu etablieren. Gerade bei EntscheidungsträgerInnen musste ein Bewusstsein geweckt werden für den Mehrwert einer Donauregion, die durch Kooperationen geschaffen werden kann. So wurde ein Netzwerk aufgebaut, das Tourismus, Wirtschaft, Bildung und das kulturelle Leben fördert. Es galt, ein nachhaltiges System aus dem Erbe der Donauregion, ihrem kulturellen Kontext und den Interessen der Menschen vor Ort zu schaffen.

Entwicklung der DANUrB-Strategie

Um ein solches System zu errichten, wurde eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen. Die universitäre Forschung konzentrierte sich auf das Erbe der Region, lokale Impulsgeber und urbane Systeme. Eine gemeinsame Plattform als Basis einer Donau-Kultur-Promenade brachte lokale Stakeholder, Kulturgüter und Projektideen zusammen. Best Practices, die den Prozess der Kulturgutaufwertung unterstützen, wurden mit dem Fokus auf die Menschen an Ort und Stelle gesammelt und umgesetzt. Zudem wurde der Tourismus durch die Entwicklung der mobilen Applikation "Pocket Guide" gefördert, die verschiedene Kulturerbeplätze miteinander verbindet. Das Kernelement ist die umfassende DANUrB-Strategie, die einen raumkulturellen Aktionsplan basierend auf der Projektarbeit und Beiträgen von ArchitektInnen, StadtplanerInnen, Forschenden, TourismusexpertInnen, Kultureinrichtungen und Anrainern, von Bewohnern bis hin zu EntscheidungsträgerInnen, schafft.

Highlights des Projekts

Die DANUrB-Plattform umfasst mehr als 500 Kulturgüter mit Bezug zur Donau und über 300 Stakeholder. Einzigartig macht diese Online-Plattform, dass hier erstmalig Informationen über verschiedene Stakeholder sowie das materielle und immaterielle Erbe der Region, das noch nicht inventarisiert worden war, zusammengetragen wurden. Die DANUrB-Strategie ist das wichtigste Dokument der Plattform, das die Erfahrungen aus Arbeiten an Ort und Stelle sowie die Erfahrungen aus den zahlreichen Workshops mit den Visionen und Bedürfnissen der Menschen im Donauraum zusammenführt. Darauf basierend wurde auch ein strategisches Dokument erstellt.

Verbindendes aufzeigen

Auch eine Wanderausstellung ist Teil des DANUrB-Projekts. Sie stellt in Alltagssituationen den Donauraum als Region dar und spannt einen Bogen von der Kindererziehung, Menschen und Gemeinschaft, über Klänge der Donau sowie Kulinarik und Literatur bis hin zu den Zukunftsplänen. Die Ausstellung verfolgt einen wichtigen Zugang, indem ihre Gestaltung bewusst Sprachbarrieren durch Vielsprachigkeit und nicht-sprachgebundene Interaktionen überwindet.

Erschließung touristischer Geheimtipps

Der Verbindung von Kultur und Tourismus nehmen sich die zwölf entwickelten PocketGuide-Touren an. Die neu entwickelten Touren basieren auf der Forschung im Rahmen des Projekts DANUrB und leisten einen Beitrag für den Tourismus vor Ort. Über die englischsprachige, international verfügbare Plattform bleiben reizvolle Plätze und ihre interessante Geschichte nicht länger verborgen. Eine der neuen Routen führt von Krems nach Melk.

Während der Umsetzung des Projekts boten mehr als 70 Veranstaltungen Gelegenheit zum Austausch von Wissen und Best Practices.

Projekt: DANube Urban Brand - a regional network building through tourism and education to strengthen the "Danube" cultural identity and solidarity (DANUrB)

Projektzeitraum: 01.01.2017 - 30.06.2019

Fördergeber: EU/Interreg

Projektverantwortlicher: Univ.-Prof. Dipl.Arch. Dr. Christian Hanus

Projektpartner: 20 Partnerinstitutionen und 19 Assoziierte Partner aus Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, Slowakei, Ungarn

Weitere Informationen: www.danurb.eu

http://www.interreg-danube.eu/approved-projects/danurb

http://www.urbanisztika.bme.hu/en/danurb-2017/

http://www.interreg-danube.eu/news-and-events/project-news/4411?fbclid=IwAR1pf1E_Dh29o_SCc-QOUPOzbgmQyMBSCjvJHJO2SVPTicO5BhsyAMyo_Xo

https://play.google.com/store/apps/details?id=hu.pocketguide&hl=en

https://apps.apple.com/us/app/pocketguide-audio-travel-guide/id422547188

Projektpartner:

Budapest University of Technology and Economics urb.bme.hu

Slovak University of Technology in Bratislava www.stuba.sk

Technische Universität Wien www.tuwien.at

OIKODROM - Vienna Institute of Urban Sustainability oikodrom.org

National Institute for Research and Development in Tourism http://incdt.ro/

National Tourism Cluster "Bulgarian Guide" www.bg-guide.org

Vukovar-Srijem County vusz.hr

GPS City Guide Kft (PocketGuide) pocketguideapp.com

Xellum Advisory Ltd www.xellum.hu

Pest County Municipality http://www.pestmegye.hu/

Human Resources Development Agency hrda.smebg.net

Municipality of Sturovo www.sturovo.sk

Municipality of Esztergom www.esztergom.hu

"Ion Mincu" University of Architecture and Urbanism www.uauim.ro

Hungarian Contemporary Architecture Centre kek.org.hu

Danube Delta National Institute for Research and Development ddni.ro

Center for Heritage Interpretation http://www.interreg-balkanmed.eu/pdt-partner/33/

Rückfragehinweis:
Univ.-Prof. Dipl.Arch. Dr. Christian Hanus
Department für Bauen und Umwelt
Donau-Universität Krems
Tel. +43 (0)2732 893-2654
christian.hanus@donau-uni.ac.at
www.donau-uni.ac.at/xxxx
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