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Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg: Motto "Wo stehen wir"

16.07.2019

Die Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg wirft von 22. Juli bis 31. August die zentrale Frage auf "Wo stehen wir?". Die teilnehmenden Kunstschaffenden bekommen auch die Möglichkeit, über die Zukunft der eigenen Produktion nachzudenken, neue Wege auszuprobieren und zu beschreiten. Das Programm der 18 Kurse wurde in Salzburg vorgestellt.

Die Internationale Sommerakademie, die 1953 vom Maler Oskar Kokoschka gegründet wurde, lädt Lehrende aus der ganzen Welt ein, in Salzburg zu unterrichten. Auch die Studierenden kommen aus bis zu 50 Ländern. Ein Großteil der Kurse wird heuer auf der Festung Hohensalzburg in der Stadt Salzburg abgehalten. Aber auch in einem Steinbruch am nahegelegenen Untersberg wird unterrichtet.

Politik und Kunst

Das Motto für 2019, "Wo stehen wir?", fragt auch nach einer politischen Positionierung und nach deren Widerhall in der Kunst, also nach einer künstlerischen Haltung, wie erläutert wurde. Das Programm ist sehr vielfältig. So behandeln namhafte Lehrende wie Ei Arakawa und Sarah Chow Fragen der Magie im Feld der Installation und Performance. Paulina Olowskas Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit Malerei ist die Alchemie. Michael Beutler widmet sich mit seinen Studierenden grundsätzlichen Fragen der Skulptur und Installation und Sammy Baloji und Lotte Arndt suchen nach versteckten, kolonialen Geschichten in Sammlungen.

Mit vier Vorträgen setzt die Sommerakademie das Projekt Globale/Planetare Akademie in diesem Sommer fort. Es greift virulente Fragen der globalen Kunst auf und verstärkt die weltweite Vernetzung mit anderen Institutionen. Mohammad Salemy beschäftigt sich mit einem Zukunftsmodell für eine globale Akademie, Irena Popiashvili mit der Kunstszene in Tiflis, Georgien und Rahel Aima mit derjenigen in der Post-Erdölepoche in den Golfstaaten.

Simone Wille wird ihre neuesten Forschungen zur Geschichte der globalen Netzwerke der Internationalen Sommerakademie präsentieren. Alle Vortragenden sind auch Autoren der geplanten Publikation "Navigating the Planetary", ein Handbuch zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der globalen Kunstwelt (Herausgeberinnen: Hildegund Amanshauser und Kimberly Bradley, Verlag: Spector Books Leipzig, Erscheinungstermin: Frühjahr 2020). Die Internationale Sommerakademie will sich als Hotspot für Globalkunst etablieren.

Service: Detaillierte Informationen zum Kurs- und Veranstaltungsprogramm finden sich unter http://www.summeracademy.at

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