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Langzeitexperiment in Moskau für mögliche Mondmission beendet

19.07.2019

Vier Monate auf dem Mond, jedoch ohne die Erde zu verlassen: Sechs Wissenschafter haben nach Monaten in einer Isolationsstation in Moskau ein Langzeitexperiment namens Sirius-19 für eine mögliche Mondstation erfolgreich beendet.

"Wir haben alle Experimente zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt", sagte der Missionsleiter Jewgeni Tarelkin in Moskau russischen Agenturen zufolge, nachdem er die Versuchskapsel mit seinen Kollegen verlassen hatte. Bei der simulierten Mondreise sollten die extremen Bedingungen für Menschen bei Langzeitmissionen im All untersucht werden.

Dabei durchlebten die sechs Wissenschafter aus den USA und Russland virtuell in rund 120 Tagen den Start, die Mondlandung und die Vorbereitungen zum Aufbau einer Forschungsstation auf dem Erdtrabanten.

Unter anderem wurden bei dem russisch-amerikanischen Projekt sechs Experimente aus Deutschland etwa zum Umgang mit Bakterien oder zu Schlafgewohnheiten im Weltraum ausgeführt. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt ist Kooperationspartner bei Sirius. In den kommenden Jahren soll es weitere Sirius-Experimente geben.

Vor 50 Jahren - am 21. Juli 1969 - waren zwei der drei US-Astronauten der "Apollo 11"-Mission als erste Menschen auf dem Mond gelandet. Russland und die USA wollen in den kommenden Jahren verstärkt auf eine Raumstation setzen. Von dort aus sollen Flüge tiefer ins All möglich sein.

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