Politik & Wirtschaft

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Nachrichten leicht verständlich vom 17. Oktober 2019

17.10.2019

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

Neues Brexit-Abkommen zwischen der EU und Großbritannien

Großbritannien will am 31. Oktober aus der EU austreten. Der britische Premier-Minister Boris Johnson will, dass der Brexit auf jeden Fall an diesem Tag stattfindet. Ihm ist egal, ob es ein harter Brexit oder ein geordneter Brexit wird. Jetzt haben sich Großbritannien und die EU auf einen neuen Vertrag für einen geordneten Brexit geeinigt.

Damit der Vertrag gültig wird, muss das britische Parlament dafür stimmen. Die Abstimmung soll am Samstag stattfinden. Premier-Minister Johnson glaubt, dass das Parlament für diesen Vertrag stimmen wird.

Erklärung: Brexit

Brexit ist ein kurzer Name für den Austritt von Großbritannien aus der EU. "Br" steht für Britannien und "exit" ist das englische Wort für "Austritt".

Erklärung: Harter Brexit und geordneter Brexit

Harter Brexit bedeutet, dass Großbritannien die EU ohne Vertrag verlässt. Das kann aber viele Schwierigkeiten für die Wirtschaft in Großbritannien und in der EU geben. Deshalb fürchten sich viele Politiker vor einem harten Brexit.

Großbritannien hat mit der EU noch keinen gültigen Brexit-Vertrag. Denn das britische Parlament stimmte gegen den früheren Brexit-Vertrag. Wenn das Parlament nun für den neuen Brexit-Vertrag stimmt, dann gibt es einen geordneten Brexit. Dann gibt es weniger Schwierigkeiten für die Wirtschaft.

Gewalt bei Protesten in Katalonien

In der spanischen Region Katalonien stimmten im Jahr 2017 viele Menschen bei einer Abstimmung für die Unabhängigkeit von Spanien. Die damalige Regierung von Spanien erklärte die Abstimmung für illegal und entließ viele katalanische Politiker. Am Montag verurteilte ein spanisches Gericht mehrere katalanische Politiker zu langen Gefängnis-Strafen.

Dagegen protestieren viele Menschen in Katalonien. Am Mittwoch ist es dabei in Barcelona auch zu Gewalt gekommen. Demonstranten zündeten Mistkübeln und Autos an und warfen Flaschen und Steine auf die Polizei. Viele spanische Politiker forderten ein Ende der Gewalt. Auch katalanische Politiker forderten das.

Eigentlich wollten Spanien und Katalonien ihren Streit beenden. Die Gerichts-Urteile gegen die katalanischen Politiker machen das jetzt aber schwerer.

Erklärung: Katalonien

Katalonien ist eine Region im Nordosten von Spanien. Die Hauptstadt von Katalonien ist Barcelona. Die Menschen in Katalonien heißen Katalanen. Die Katalanen haben auch eine eigene Sprache. Diese Sprache heißt Katalanisch.

Viele Katalanen wollen, dass Katalonien unabhängig von Spanien wird. Das heißt, Katalonien soll ein eigener Staat werden. Die Regierung von Spanien will aber, dass Katalonien ein Teil von Spanien bleibt.

Sondierungs-Gespräch zwischen ÖVP und SPÖ

Nach seinem Sieg bei der Nationalratswahl spricht ÖVP-Partei-Chef Sebastian Kurz jetzt mit allen anderen Parteien über die Bildung einer Regierung. Diese Gespräche nennt man Sondierungs-Gespräche. Am Donnerstag gab es ein Sondierungs-Gespräch der ÖVP mit SPÖ-Partei-Chefin Pamela Rendi-Wagner und 5 weiteren SPÖ-Politikern.

Nach dem Gespräch sagte Rendi-Wagner, dass die SPÖ für Koalitions-Verhandlungen bereit ist. Dann darf die ÖVP aber nur mehr mit der SPÖ verhandeln, sagt Rendi-Wagner. Die ÖVP will vorher aber noch mit den Grünen und den NEOS Sondierungs-Gespräche führen. Erst dann will die ÖVP entscheiden, mit welcher Partei sie über eine gemeinsame Regierung verhandelt.

In der Fußball-Bundesliga wird der Video-Beweis eingeführt

In der österreichischen Fußball-Bundesliga wird der Video-Beweis eingeführt. Ab März 2021 werden zusätzliche Video-Schiedsrichter die Fußball-Spiele auf Bildschirmen beobachten. Der Video-Schiedsrichter kontrolliert, ob der Schiedsrichter auf dem Fußballfeld die richtigen Entscheidungen trifft.

Wenn der Video-Schiedsrichter glaubt, dass sich der Schiedsrichter geirrt hat, sagt er ihm das. Der Schiedsrichter kann sich dann die Spiel-Szene noch einmal im Video anschauen. Danach kann er seine Entscheidung zurücknehmen. Er kann aber auch bei seiner Entscheidung bleiben. Die Einführung des Video-Beweises kostet viel Geld. Der Österreichische Fußball-Bund zahlt dafür 1,5 Millionen Euro pro Saison.

Sprachstufe A2:

Großbritannien und die EU haben einen neuen Brexit-Vertrag

Großbritannien will die EU

am 31. Oktober verlassen.

Premier-Minister Boris Johnson ist

der Chef von der britischen Regierung.

Ihm ist es egal, ob es ein harter Brexit

oder ein geordneter Brexit wird.

Nun haben sich Großbritannien und die EU

auf einen neuen Brexit-Vertrag geeinigt.

Der Vertrag ist aber noch nicht gültig.

Zuerst muss das britische Parlament

für diesen Vertrag stimmen.

Erst dann ist der Vertrag gültig.

Am Samstag soll das britische Parlament

über den Vertrag abstimmen.

Boris Johnson glaubt, dass das Parlament

für den Vertrag stimmen wird.

Sicher ist das aber nicht.

Erklärung: Brexit

Brexit ist ein erfundenes Wort für den

Austritt von Großbritannien aus der EU.

"Br" steht für Britannien.

"exit" ist ein englische Wort

und heißt auf Deutsch "Austritt".

Erklärung: Harter Brexit und geordneter Brexit

Harter Brexit heißt, dass Großbritannien

die EU ohne einen Vertrag verlässt.

Das gibt aber viele Schwierigkeiten

für die Wirtschaft in Großbritannien

und in der EU.

Deshalb fürchten sich viele Politiker

vor einem harten Brexit.

Wenn das britische Parlament nun

für den neuen Brexit-Vertrag stimmt,

dann gibt es einen geordneten Brexit.

Dann gibt es keine Schwierigkeiten

für die Wirtschaft.

Der Streit in Katalonien wird stärker

In Spanien gibt es seit einiger Zeit

politischen Streit wegen Katalonien.

In der spanischen Region Katalonien

gab es im Jahr 2017 eine Abstimmung.

Dabei stimmten viele Menschen dafür,

dass Katalonien unabhängig

von Spanien wird.

Die damalige Regierung von Spanien sagte:

Die Abstimmung ist gegen das Gesetz.

Das sagte auch ein spanisches Gericht

und schickte mehrere katalanische

Politiker lange ins Gefängnis.

Dagegen demonstrieren viele Menschen

in Katalonien.

Am Mittwoch waren viele Demonstranten

nicht friedlich, sondern gewalt-tätig.

Sie zündeten Autos und Mistkübeln an.

Außerdem warfen sie Steine

und Flaschen auf die Polizei.

Eigentlich wollten Katalonien und Spanien

mit dem Streiten aufhören.

Das wird jetzt aber schwieriger.

Erklärung: Katalonien

Katalonien ist ein Teil

von dem Land Spanien.

Die Hauptstadt von Katalonien

ist Barcelona.

Die Menschen in Katalonien

heißen Katalanen.

Sie haben auch eine eigene Sprache.

Diese Sprache heißt Katalanisch.

Viele Katalanen wollen, dass Katalonien

unabhängig von Spanien wird.

Das heißt, Katalonien soll

ein eigener Staat werden.

Die Regierung von Spanien will aber,

dass Katalonien bei Spanien bleibt.

Die ÖVP spricht mit der SPÖ über Regierungs-Verhandlungen

Die ÖVP ist bei der Nationalrats-Wahl

die stärkste Partei geworden.

Darum spricht die ÖVP jetzt

mit allen anderen Parteien

über die Bildung einer Regierung.

Diese Gespräche nennt man

Sondierungs-Gespräche.

Am Donnerstag hat die ÖVP

mit der SPÖ gesprochen.

Die SPÖ ist bereit für

Regierungs-Verhandlungen mit der ÖVP.

Dann darf die ÖVP

aber nur mehr mit der SPÖ verhandeln,

sagt SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner.

Die ÖVP will vorher aber noch

mit den Grünen und den NEOS reden.

Erst danach will die ÖVP entscheiden,

mit wem sie über eine Regierung redet.

In der Fußball-Bundesliga gibt es bald den Video-Beweis

In der österreichischen Fußball-Bundesliga

gibt es ab dem März 2021 den Video-Beweis.

Das heißt: Video-Schiedsrichter beobachten

die Fußball-Spiele auf Bildschirmen.

Die Video-Schiedsrichter kontrollieren,

ob der Schiedsrichter richtig entscheidet.

Der Schiedsrichter kann sich Tore

oder Rote Karten noch einmal

im Video anschauen.

Danach kann er anders entscheiden.

Er kann aber auch

bei seiner Entscheidung bleiben.

Die Einführung vom Video-Beweis

kostet viel Geld.

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