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(1. Reihe v.l.): Manfred Hartbauer, Katharina Kocher, Simon Sedej und Susanne Zimmermann-Janschitz sowie (2. Reihe v.l.): Gabriele Berg, Shruti Daga, Ellen Heitzer, Konstantinos Kostarakos und Stefan Spirk © Lunghammer/TU Graz
(1. Reihe v.l.): Manfred Hartbauer, Katharina Kocher, Simon Sedej und Susanne Zimmermann-Janschitz sowie (2. Reihe v.l.): Gabriele Berg, Shruti Daga, Ellen Heitzer, Konstantinos Kostarakos und Stefan Spirk © Lunghammer/TU Graz

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Grazer Universitäten feierten ihre Geistesblitze

12.11.2019

Med Uni Graz, TU Graz und Uni Graz ehrten gestern jene Wissenschafterinnen und Wissenschafter, die in den letzten beiden Jahren mit ihren Erfindungen und Patenten Pionierarbeit in der Forschung geleistet haben.

Seit 2015 würdigen die Medizinische Universität Graz, die Technische Universität Graz und die Universität Graz im Zwei-Jahres-Rhythmus besonders "erfinderische" Forschende in einem gemeinsamen Festakt. Zur dritten Ausgabe dieser Ehrung waren 260 Wissenschafterinnen und Wissenschafter eingeladen, deren Erfindergeist zwischen Juli 2017 und Juni 2019 nicht weniger als 169 Erfindungsmeldungen und 71 Patentanmeldungen hervorbrachte. Insgesamt verzeichnen die drei Grazer Universitäten damit in den vergangenen fünfzehn Jahren rund 1200 Erfindungen.

Hellmut Samonigg (Rektor der Med Uni Graz), Martin Polaschek (Rektor der Uni Graz) und Horst Bischof (Vizerektor für Forschung an der TU Graz) unterstrichen in ihren Grußworten unisono die Bedeutung dieser Leistungen für das Forschungsland Steiermark: "Universitäten sind Orte der Innovation. Erfindungen und Patente sind ein wesentlicher Faktor zur Messbarkeit von Innovation in der Forschung. Durch die Forschungsarbeit unserer Wissenschafterinnen und Wissenschafter hervorgebrachte anwendbare Technologien sind Garant für gesellschaftlichen Fortschritt und eine wesentliche Grundlage für eine starke, leistungsfähige Wirtschaft."

Kompetente Begleitung auf dem Weg von der Idee zur Patentanmeldung

Für den Technologietransfer und die Forschungsverwertung braucht es den Brückenschlag zur Wirtschaft. Hierbei unterstützen die jeweiligen Serviceeinrichtungen an den Universitäten. Das Forschungs- & Technologie-Haus der TU Graz, das Forschungsmanagement der Uni Graz sowie jenes der Med Uni Graz helfen Forschenden in allen Projektphasen und leisten einen wesentlichen Beitrag, damit aus Forschung technologische Innovationen entstehen, die schließlich in Patentanmeldungen oder sogar in erfolgreichen Unternehmensgründungen münden.

Von der Wissenschaft zur Innovation

Beispielgebend wurden im Rahmen der Festveranstaltung drei Erfolgsgeschichten aus der Gesundheitsforschung vorgestellt:

Die TU Graz-Forscher Ingo Klimant und Sergey Borisov vom Institut für Analytische Chemie und Lebensmittelchemie entwickelten gemeinsam mit der Grazer Niederlassung der B.Braun Melsungen AG biochemische Sensorik-Produkte für den medizintechnischen Bereich. Bereits die Gründung des Entwicklungsbüros der B.Braun Melsungen AG in Graz ging auf ein EU-gefördertes Projekt mit Grazer Schwerpunkt zurück.

An der Med Uni Graz konnte eine Erfindung erfolgreich an die Biotechnologiefirma Gilupi GmbH lizensiert werden. Der Forschungsgruppenleiter am Lehrstuhl für Zellbiologie, Histologie und Embryologie Amin El-Heliebi entwickelte eine Detektionsmethode, mit der Therapieresistenzen bei Prostatakrebs frühzeitig erkannt werden können. Er konzentriert sich dabei auf die Suche nach Biomarkern, die schon im Voraus zeigen, ob die Standard-Therapie wirkungsvoll sein wird oder ob eine andere Therapieform notwendig ist.

The Longevity Labs - ein Spin-off der Uni Graz - vertreibt europaweit spermidineLIFE, ein spermidinhaltiges Produkt, das die Zellalterung im Körper verlangsamen und altersbedingte Erkrankungen verhindern soll. Grundlage dafür waren die Forschungsergebnisse von Frank Madeo und Tobias Eisenberg. Die beiden Forscher des Instituts für Molekulare Biowissenschaften der Uni Graz identifizierten Spermidin als erste nicht giftige Substanz, die in verschiedenen Organismen die Lebens- und Gesundheitsspanne verlängert.

Rückfragehinweis:
Christoph Pelzl
Medienservice TU Graz
Tel.: +43 316 873 6066
christoph.pelzl@tugraz.at
Gerald Auer
Pressesprecher Med Uni Graz
Tel.: +43 316 385 72023
gerald.auer@medunigraz.at
Gerhild Leljak
Pressereferentin Uni Graz
Tel.: +43 316 380 1017
gerhild.leljak@uni-graz.at

Technische Universität Graz
Rechbauerstraße 12, 8010 Graz
Tel.: +43 316 873 6066
E-Mail: medieninfo@tugraz.at
www.presse.tugraz.at | www.tugraz.at/go/news-stories
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