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Derzeit absolvieren über 3.000 Studierende ihre Ausbildung an der FH © APA (dpa)
Derzeit absolvieren über 3.000 Studierende ihre Ausbildung an der FH © APA (dpa)

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Fachhochschule Salzburg wächst bei Studienangebot und Forschung

06.02.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 05/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Die Fachhochschule Salzburg hat ihren Forschungsbereich stark ausgeweitet: Das Forschungsvolumen nahm in den vergangenen drei Jahren von 2,8 auf 4,1 Mio. Euro um fast die Hälfte zu, berichtete Roald Steiner, FH-Vizerektor für Forschung, anlässlich eines Mediengesprächs am Campus Urstein.

Als Beispiele für exzellente Forschung nannte Steiner die Aktivitäten des Zentrums für Sichere Energieinformatik oder das unter Beteiligung der FH Salzburg im Oktober gegründete Ludwig-Boltzmann-Institut für digitale Gesundheit und Prävention. Das Wissen, das an der FH Salzburg entsteht, soll in Hinkunft stärker durch die Anmeldung von Patenten geschützt werden.

Ein erster Schritt dazu ist gelungen: Seit 15. Jänner hat die FH Salzburg ein Patent für eine innovative Verarbeitungstechnik eines Oloids. Diese an einen Tropfen erinnernde geometrische Form lässt sich aus einer ebenen Platte biegen und ist sehr stabil. Sie hat zwei Kanten, aber keine Ecken und kann über die gesamte Oberfläche abrollen. Die FH Salzburg habe das Patent für eine Verarbeitungstechnik erhalten, bei der das Oloid aus einer dünnen Holzplatte durch Vernähen gebildet werde, erläuterte Alexander Petutschnigg vom Studiengang Holztechnologie & Holzbau. Die Technik kann beispielsweise im Möbelbau genützt werden, Studierende im Master Design- und Produktmanagement haben dazu schon Ideen entwickelt. Weitere Patente seien in der Pipeline, kündigte Petutschnigg an.

10.283 Absolventen

Im Studienjahr 2018/19 ist die Zahl der Absolventen der FH Salzburg auf 10.283 gestiegen. Zuwächse gab es auch bei den Studierenden, den Mitarbeitern sowie der Betriebsleistung. Sie stieg im abgelaufenen Studienjahr von 31,8 auf 32,7 Mio. Euro. Derzeit absolvieren mehr als 3.000 Studierende ihre Ausbildung an vier Standorten der FH Salzburg am Campus Urstein, am Campus Kuchl, an den Landeskliniken in der Stadt Salzburg und im Krankenhaus in Schwarzach, wo seit dem Herbst ein zusätzlicher Bachelor-Studiengang "Gesundheits- & Krankenpflege" angeboten wird.

Neue Studienmöglichkeiten sind außerdem ein Master für "Human-Computer Interaction", ein interdisziplinäres Modul "Circular Economy" oder ein Zertifikatslehrgang "Digitale Kommunikation & Führung". In Vorbereitung sei auch ein Master in "Business Informatics", der auf den vor zwei Jahren begonnenen Bachelor Wirtschaftsinformatik aufbaue, sagte FH-Rektor Gerhard Blechinger, der sich wie Steiner eine deutliche Erhöhung des Fördervolumens durch das Land Salzburg im Bereich der Forschung wünscht.

Raimund Ribitisch, Geschäftsführer der FH Salzburg und Präsident der Österreichischen Fachhochschulkonferenz, wies erneut auf ein strukturelles Defizit in der Finanzierung des Sektors hin. Die Fördersätze je Studienplatz seien auf dem Niveau von 2006, die Kosten aber gestiegen. Es brauche dringend eine Erhöhung der Fördersätze um mindestens zehn Prozent, sonst leide die Qualität der Ausbildung, warnte Ribitsch.

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