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Unterstützung und Vernetzung von klinischen Studien © APA (dpa)
Unterstützung und Vernetzung von klinischen Studien © APA (dpa)

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EU-Länder setzen bei Corona-Forschung auf Abstimmung und Austausch

08.04.2020

Die EU-Länder setzen bei der Forschung zur Corona-Pandemie auf Abstimmung und Austausch. Das zeigte sich am Dienstag bei einer informellen Videokonferenz der EU-Forschungsminister, in der über koordinierte europäische Initiativen im Forschungs- und Innovationsbereich beraten wurde. Grundlage für die Kooperation ist ein Aktionsplan, der von EU-Kommission und Mitgliedsstaaten erarbeitet worden ist.

Wichtige Aspekte des Aktionsplans sind eine enge Abstimmung der nationalen Forschungsförderagenturen, ein frühzeitiger Austausch von Forschungsergebnissen und die Einrichtung von Plattformen für den Austausch von Forschungsdaten. "So wie in Österreich laufen derzeit in vielen Mitgliedsstaaten Ausschreibungen zur Corona-Forschung. Ziel ist es, dass man sich austauscht, in welchen Ländern woran geforscht wird, um auch die Forscherteams kurzzuschließen und voneinander zu lernen", sagte die Leiterin der Forschungssektion im Bildungsministerium, Barbara Weitgruber, zur APA. Sie vertrat Wissenschaftsminister Heinz Faßmann (ÖVP) in der Sitzung.

"Living Document"

Neben der Koordination der Förderaktivitäten der Mitgliedsstaaten für Covid-19-relevante Forschung gehe es in dem Aktionsplan - er ist als "Living Document" gestaltet, um ihn rasch und flexibel weiterentwickeln und umsetzen zu können - u.a. auch um Unterstützung und Vernetzung von klinischen Studien. Weitere Punkte sind die flexible Umschichtung von Mitteln aus dem EU-Forschungsrahmenprogramm "Horizon 2020" und ein rascher Austausch von Forschungsdaten.

Sobald es gelinge, Medikamente bzw. Impfstoffe gegen Covid-19 zu entwickeln, sei es ein wichtiges Thema, die Produktion dafür in Europa anzusiedeln und zu halten, betonte Weitgruber. Und abseits der medizinischen Aspekte werde es darum gehen, "gesamtheitlich eine bessere Krisenresilienz auch unter Nutzung der Sozialwissenschaften und anderer Forschungsfelder aufzubauen".

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