Politik & Wirtschaft

Der Forscher in Bahia im Atlantischen Regenwald (Brasilien) © Ilse Gottsberger
Der Forscher in Bahia im Atlantischen Regenwald (Brasilien) © Ilse Gottsberger

#CoronaAlltag: Die Pandemie, ein Planet und wir

21.04.2020

Gerhard Gottsberger, em. Professor für Botanik und Ökologie an der Universität Ulm

Die Coronavirus-Krise hält die ganze Welt in Bann. So tiefgreifende Einschnitte in unsere persönliche Freiheit hat es seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gegeben. Fast alles ist gestoppt oder zumindest stark reduziert. Die von den Reichen und damit derzeit Einflussreichen unserer Welt so hochgelobte Globalisierung ist ad absurdum geführt. Wir als soziale Wesen sollen und dürfen nur mehr virtuell miteinander kommunizieren, wir weichen uns sogar aus, um nicht mit dem Virus infiziert zu werden. Wir sollen und dürfen nicht mehr reisen, nicht in den Urlaub fahren. Die Gasthäuser und Unterkünfte sind zu, sowie auch die Hotels, die Schulen, die Universitäten. Alle Veranstaltungen fallen aus, die Kunsthallen, Theater und Opernhäuser, die meisten Geschäfte und Fabriken sind geschlossen. Der lokale Handel und der Welthandel sind zusammengebrochen. Wir dürfen gerade noch, unter strengen Vorsichtsmaßnahmen, Lebensmittel einkaufen, unseren Müll entsorgen, oder in Notfällen Ärzte und Krankenhäuser aufsuchen. Mit einem Wort, unsere sozialen und demokratischen Rechte, Notwendigkeiten und Errungenschaften sind beschnitten oder existieren einfach nicht mehr. Die Gefahr ist zu groß, wir könnten uns gegenseitig anstecken.

Der Wettkampf zwischen den Nationen beschränkt sich momentan weitestgehend auf Statistiken. Welche Länder haben die wenigsten Coronavirus-Erkrankte und daraus resultierende Tote und welche haben die meisten. Die einen sind wohl die besseren und die anderen wohl die nicht so guten oder weniger effizienten bei der Bekämpfung. Es ist eine makabre und traurige Olympiade.

Wie konnte es soweit kommen und welche sind die Ursachen dieser Pandemie? Wie könnte es uns vielleicht gelingen diesem Albtraum, diesem Dilemma zu entkommen? Wie groß sind unsere Chancen, noch einmal "davonzukommen" und wie gut oder schlecht sind die Perspektiven für die Zukunft.

Vor mir liegen zwei Zeitungsartikel, die man mir zugeschickt hat. In einem Artikel der "Wiener Zeitung" vom 07.04.2020 lese ich, dass die Umweltschutzorganisation WWF der Meinung ist, dass "Naturausbeutung Pandemien wahrscheinlicher macht", und wohl der illegale Handel mit Wildtieren für die jetzige Pandemie verantwortlich ist. Der WWF fordert, dass wissenschaftlich belegte Zusammenhänge von Lebensraumzerstörung, Artensterben und der menschlichen Gesundheit in der Gesundheitsvorsorge und Forschung mehr Gewicht erhalten sollen. In der Ulmer "Südwest Presse" vom 08.04.2020 schreiben die Kollegen/innen Simone Sommer und Marco Tschapka von der Universität Ulm, ebenfalls, dass Artenschwund Pandemien begünstigt, dass wir alle für Corona verantwortlich sind, dass Eingriffe in die Natur nicht nur schlecht für das Klima sind, sondern dass dadurch auch vermehrt Infektionskrankheiten von Tieren (Zoonosen) auf den Menschen übertragen werden. Die beiden Kollegen/innen erklären anhand einer ihrer vielen Forschungsobjekten, den Fledermäusen, dass viele Bakterien und Viren auf und in diesen Tieren leben. Durch Kontakte mit Menschen können Krankheiten von Fledermäusen und zahlreichen anderen Wildtieren auf den Menschen übertragen werden. Es wird ein klarer Zusammenhang hergestellt zwischen Umweltzerstörung, Klimaveränderung, Bevölkerungsdichte, Globalisierung, Handel mit Wildtieren und drastisch erhöhten Kontaktwahrscheinlichkeiten von Wildtieren mit Menschen und daher die fatale Wahrscheinlichkeit der Übertragung von Krankheiten.

Schließlich hat sich in den letzten Tagen die berühmte Primatenforscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall, die viele Jahre lang unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen in Afrika, untersucht hat, ebenfalls zu Wort gemeldet: "Respektlosigkeit gegenüber der Natur verursacht Pandemien", ist ihre klare Aussage (ebenfalls "Wiener Zeitung" vom vergangenen Ostersonntag).

Es wird momentan viel über die Hintergründe dieser Welterkrankung geschrieben, geforscht und diskutiert. Was aber ist meine persönliche Erfahrung und Meinung über die Pandemie?

Ich bin zwar auch Naturwissenschaftler, komme aber aus einer etwas anderen Ecke. Als Botaniker und Ökologe habe ich mich im Laufe meiner wissenschaftlichen Laufbahn, gemeinsam mit Kollegen und Schülern u.a. intensiv mit den Wechselbeziehungen (also mit dem Zusammenleben) zwischen Pflanzen und Tieren beschäftigt: Wer mit wem, wie und warum, was bedeuten Käfer, Fliegen, Bienen, Schmetterlinge, sowie andere Insekten, und auch Blumenvögel, wie z.B. Kolibris in Amerika, und Fledermäuse, für die Bestäubung von Blüten und damit für die Bildung und Ausbreitung von Früchten und Samen? Es geht letztendlich auch um den Erhalt und die Regeneration von großräumigen Vegetationseinheiten, seien es vereinzelte Pflanzen einer Wüstenregion, Tieflandregenwälder im Amazonasgebiet, Bergregenwälder in den Anden, oder Trockenwälder und Savannen im brasilianischen Cerrado. Wir haben im Laufe der Zeit auch immer intensiver versucht, das Funktionieren von ausgedehnten Biomen oder "Biologischen Lebensräumen" zu erfassen und zu verstehen. Ausgehend von den sogenannten "gemäßigten Zonen" in europäischen Ländern, haben wir in der Negev-Wüste in Israel gearbeitet und vor allem über viele Jahre (und auch heute noch) in den Tropen der Neuen Welt (u.a. in Brasilien 17 Jahre am Stück) und der Alten Welt.

Als ich im Jahre 1966 nach Brasilien kam, war das ökologische Gleichgewicht der meisten Ökosysteme noch einigermaßen erhalten: Die Mangroven in den Gezeitenzonen, die Atlantischen Regenwälder vorwiegend entlang der Küstengebirge, die Caatinga, der Trockenwald im Nordosten, der Cerrado mit den Halbtrockenwäldern und den Savannen in Zentralbrasilien, und der Amazonasregenwald, der umfangreichste tropische Tieflandregenwald der Erde, von dem Brasilien über die Hälfte der Flächen besitzt. Inzwischen hat sich die Situation dramatisch verändert. Die Ökosysteme sind vielfach vernichtet und wo früher einmal "Natur" war, entstanden eintönige Agrarwüsten mit Zuckerrohr, Soja, Ölpalmen oder Eukalyptus-Aufforstungen.

Man gewinnt den Eindruck, dass zugleich mit dem rapiden Schwinden des Regenwaldes die Zerstörung noch größere Dimensionen annimmt, nach dem Motto, wenn etwas knapp wird und schwindet, dann bemühen sich die Menschen sogar noch wenigstens von den Resten einen Teil zu bekommen (das erinnert stark an die Hamsterkäufe in schwierigen Zeiten). Und die Zerstörungen weltweit, in allen Gegenden, in allen Kontinenten wird immer schneller und schneller. Die jüngsten Entwicklungen gerade auch in Brasilien gehören zu den unglaublichsten und furchtbarsten Beispielen wie eine immer knapper werdende Ressource immer schneller zerstört wird.

Wie viele Organismen auf unserer Erde leben oder lebten ist immer noch unbekannt. Aufgrund von Hochrechnungen wissen wir beispielsweise, dass die Regenwälder etwa 80% aller lebenden Pflanzen, Tiere, Pilze, Bakterien und wahrscheinlich auch Viren beinhalten. Bis heute sind etwa 2 Millionen verschiedene Arten registriert und beschrieben, doch basierend auf Hochrechnungen sind es wahrscheinlich etliche Millionen mehr. Die meisten der unbekannten Organismen leben offensichtlich in den Kronen der Bäume. Die tropischen Wälder und Regenwälder unserer Erde sind also Hotspots der Evolution und des Artenreichtums. Verliert die Erde diese Wälder, dann verliert sie ungefähr 80% ihrer biologischen Vielfalt (Gottsberger et al. 1995).

Als der Mensch, der Homo sapiens, wie er auf lateinisch heißt, der "weise Mensch", vor etwa rund 300.000 Jahren in Afrika zu existieren begann, und sehr viel später die ganze Welt besiedelte, begann er schon die Natur zu zerstören.

Auch heute noch scheint vielen Vertretern des "Homo sapiens", die lebensbedrohende Zerstörung in dieser Welt egal zu sein: Wirtschaft, Geld, Entwicklung, Reichtum sind wichtiger. Viele Menschen haben aufgrund der ökonomischen Rahmenbedingungen weltweit aber auch gar keine andere Wahl als die vorhandenen Ressourcen soweit als möglich auszubeuten. Was sind schon Pflanzen, Tiere und Pilze, haben die überhaupt einen Wert, was kann man sich dafür kaufen? Dumm ist nur, dass unter den etwa 30.000 bekannten und weiteren mehreren Millionen (Dykhuizen 2005) noch unbekannten Bakterien und ebenso zahlreichen Viren (Wikipedia 2020), ein großer Teil Krankheitserreger sind (Traxler 2020). Bei der Zerstörung der Wälder werden diese Bakterien und Viren frei und können entweder über die ihres Lebensraumes beraubten Wildtiere (siehe Zoonosen) oder direkt zu Krankheitserregern des Menschen werden. Der Verlust des Lebensraums von Tieren in den Wäldern durch hohe Bevölkerungsdichte und damit Besiedlung und Verstädterung führt z.B. durch den Tod von Raubtieren zu einer Explosion der Populationen von Nagetieren, wodurch, wie eine Studie in Afrika zeigt, auch die Gefahr von Zoonosen steigt. Nicht nur das Fleisch von Wildtieren birgt große Gefahren, sondern auch die traditionelle chinesische Medizin. Tiger, Bären, Nashörner, Schuppentiere und andere Tierarten werden gewildert und ihre Körperteile in fragwürdige Medikamente gemischt (Online Focus, 07.03.2020).

Ein Verlust der Regenwälder, und eigentlich aller natürlichen Ökosysteme, hat noch weitere, gravierende Folgen. So wird beispielsweise vom Regenwald ein Drittel des globalen Kohlendioxids gespeichert. Außerdem ist er ein "Klimamacher" denn ohne Regenwald, kein Regen und kein normales Klima. Nach heutigem Stand sind bereits 60 Prozent oder inzwischen mehr der weltweiten Regenwälder zerstört, und die Zerstörung geht weiter mit immer größerer Geschwindigkeit voran. Der Verlust der Wälder trägt also gravierend zum Klimawandel bei. Außerdem verlieren wir bei ihrem Verschwinden auch für die Menschheit wichtige Ressourcen, wie heute noch unbekannte Medikamente, wichtige Materialien und auch Grundnahrungsmittel für die Zukunft.

Nur ein Beispiel, nämlich die Entdeckung von Methanquellen in den Baumkronen tropischer Regenwälder, soll zeigen, wie wenig bislang über das komplexe Ökosystem Regenwald bekannt ist. Ein deutsches Forscherteam hat eine unbekannte Methanquelle in den auf Bäumen lebenden Bromelien (Ananasgewächsen) entdeckt (Guntars und Martinson 2010). Deren mit Regenwasser gefüllten Blatttrichter sind einzigartige Feuchtbiotope und die Heimat von Amphibien, Insekten und Mikroorganismen. Die im Wasser lebenden Archaeen oder Urbakterien scheiden das Methan aus. Methan ist nach Kohlendioxid (CO2) das am weitesten verbreitete Treibhausgas in der Atmosphäre und hat sehr große Auswirkung auf Klima und Erderwärmung. Methan ist aber auch ein wichtiger Rohstoff als Hauptbestandteil von Erdgas und Biogas. Wie weit diese neue Erkenntnis nützlich umgesetzt werden kann ist zwar noch unklar, aber in Zukunft wird die Methanproduktion in den Regenwäldern berücksichtigt werden müssen um richtige atmosphärische Berechnungen zu erhalten.

Der Erhalt der Regenwälder, das ist die fast einstimmige Meinung von Wissenschaftlern weltweit, ist für das Wohlergehen und das Überleben der Menschheit von entscheidender Bedeutung. Alle Wälder, aber besonders die tropischen Regenwälder im Besonderen, sind nicht nur ein Lebensraum von vielen wertvollen Pflanzen und Tieren, sondern in umfangreichem Maße auch von noch unbekannten Bakterien und Viren. Die Immunschwächekrankheit AIDS, aber beispielsweise auch SARS, EBOLA und CORONA sind eine deutliche Warnung an uns, die weltweite Zerstörung der Wälder und vor allem der wertvollen Regenwälder zu stoppen. Man wird bald sehen ob der "weise Mensch" die Warnungen ernst nimmt oder ob er weiterhin ungebremst in seinen eigenen Untergang schlittert.

Wie viele Umwelttagungen hat es schon gegeben in den letzten Jahrzehnten, ohne dass konkrete, die Natur schützende Maßnahmen umgesetzt wurden. Es gelingt uns ja kaum, die Politiker unserer eigenen Länder zu überzeugen, naturschonende Maßnahmen zu ergreifen. Warum sind Tier- und Pflanzenschutzmittel zugelassen, von denen man weiß, dass sie unsere Böden und Gewässer vergiften, warum verwendet man Alkohol als Treibstoff und Palmöl als Nahrungsmittel, warum befürwortet man den Kauf von Soja aus Tropenländern, auch für die Schweinezucht, wenn durch deren Anbau riesige Regenwaldgebiete vernichtet werden? Haben denn vielleicht die sogenannten Lobbyisten, die "Einflüsterer", die unsere Politiker in Brüssel überzeugen wollen, was für sie selbst und die Firmen die sie vertreten, wichtig ist, haben die vielleicht einen größeren Einfluss auf Entwicklungen und Gesetzgebungen als die gesamte Bevölkerung der EU? Warum wird das geduldet?

Die meisten Menschen können sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass die Entscheidungsträger der Nationen unseres Planeten nicht die Konsequenzen dieser Zerstörungen sehen und den sofortigen Stopp anordnen und miteinander verhandeln. Sie hätten die Macht und sie hätten auch die Mittel dazu! Die wissenschaftlichen Grundlagen sind alle vorhanden. Sie bräuchten nur nach diesem Wissen zu handeln! Sie könnten zum Beispiel sagen: "Wir, die Verantwortlichen dieser Erde, wollen alles dafür tun, dass die Zerstörung unseres Planeten sofort gestoppt wird". Das wäre ein wichtiger Schritt, der Menschheit neue Perspektiven und Hoffnung zum Weiterleben zu geben. 193 Staaten haben sich zwar mit der Verabschiedung der Globalen Nachhaltigkeitsziele darauf verständigt, dass die Erhaltung der Biodiversität zu Lande und im Wasser dringend notwendig ist. Tatsächlich wird aber in der Praxis viel zu wenig umgesetzt um zur Klimastabilisierung beizutragen oder die rasante Zerstörung der Biodiversität zu bremsen.

Wir müssen uns gemeinsam mit allen uns zur Verfügung stehenden Kräften dagegen wehren, dass die Erde weiterhin zerstört wird, wodurch es zu neuen Pandemien kommen könnte. Wenn wir nicht diese derzeitige Pandemie als Warnsignal für den Umgang mit unserer Erde ansehen und daraus lernen, wird sich vermutlich nichts ändern. Irgendwann wenn die Corona-Pandemie aufhört und man wieder zur Tagesordnung zurückkehrt, und man weiterhin die Naturzerstörung weltweit betreibt, kann und wird es zu noch größeren Katastrophen kommen.

Die Menschheit scheint immer noch unfähig zu sein ein gemeinsames Ziel anzustreben, das über Einfluss, Macht, und Geld hinausgehend, die Lebensgrundlagen von uns allen weiterhin garantiert. Alle Katastrophen, wie z.B. Klimaänderung, Orkane, Überschwemmungen, Ansteigen des Meeresspiegels und Pandemien zeigen uns, dass es höchste Zeit ist, neue, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen um die Natur und den Menschen zu schützen. Unsere Hoffnung ist die junge Generation, die sich der Verantwortung für Naturschutz und für die Bewahrung unserer Erde bewusst ist und sich bemüht dieses Bewusstsein auch den älteren Generationen und vor allem den Entscheidungsträgern zu vermitteln.

Literatur

Dykhuizen D. 2005. Species numbers in Bacteria. Proc. Calif. Acad. Sci. 2005 June 3; 56 (6 Suppl 1): 62–71.

Gottsberger G, Freiberg E, Lücking A, Freiberg M, Lücking R, Döring J. 1995. Baumkronen tropischer Wälder - interdisziplinäre Ansätze zum Verständnis der Diversität und Funktion eines wenig erforschten Lebensraums. Ulmensien 10: 51-96.

Guntars O. Martinson et al. 2010. Methane emissions from tank bromeliads in neotropical forests. Nature Geoscience, online veröffentlicht am 17. Okt. 2010, doi:10.1038/ngeo980

Online Focus, The Weather Company. 2020. Coronavirus: warum Pandemien oft aus Asien und Afrika kommen. 07.03.2020.

Traxler, T. 2020. Wie die Abholzung zu Infektionen führt. Rund ein Drittel aller Infektionskrankheiten geht auf Landnutzungsänderungen wie Abholzung zurück. Standard, Wien, 15. April 2020.

Wikipedia. List of virus species. Accessed April 2020.

Danksagung: Besten Dank an unsere Tochter und unsere zwei Söhne sowie unsere Schwiegertochter für Anmerkungen im Manuskript und Literatur-Hinweise.

Zur Person: Prof. Dr. Gerhard Gottsberger leitete von 1993-2006 an der Universität Ulm die Abteilung für Systematische Botanik und Ökologie und den Botanischen Garten, den Garten nach seiner Pensionierung kommissarisch noch bis März 2008. Er stammt aus Judenburg in der Steiermark und hat an der Universität in Graz in erster Linie Biologie (mit Nebenfächern Chemie, Physik, Mineralogie, Geologie und Philosophie) studiert (1959-1966). Promotion zum Dr. phil. im Juli 1966. Ab August 1966 Forschungsstipendium der Universität São Paulo und anschließend Stipendien des Brasilianischen Forschungsrates. Von Nov. 1968-1981 Professor an der Universität Botucatu, Staat São Paulo. Forschungsaufenthalt an der Universität von Nijmegen, Niederlande, Oktober-Dezember 1970. 1972 Habilitation zum Universitätsdozenten an der Universität Wien, sowie Gastdozenturen in Wien in den Sommersemestern 1974, 1976, 1980. Gastprofessuren (1979) in Rio de Janeiro und Vitória (Staat Espírito Santo). Leitung des Botanischen Gartens in Botucatu 1977-1979. Seit 1980 Professor am Nationalen Forschungsinstitut für Amazonien (INPA) und der Federaluniversität in Manaus (Staat Amazonas). Von 1981-1983 Professor an der Universität in São Luís (Staat Maranhão). Von März 1983 bis 1993 Professor an der Universität Giessen in Hessen und Direktor des Botanischen Gartens. Er ist verheiratet und lebt mit seiner Frau in Ulm; die drei in Brasilien geborenen und aufgewachsenen Kinder leben in Wien.

Service: Dieser Gastkommentar ist Teil der Rubrik "Corona - Geschichten aus dem Krisen-Alltag" auf APA-Science: http://science.apa.at/CoronaAlltag. Die inhaltliche Verantwortung liegt beim Autor/der Autorin.

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