Politik & Wirtschaft

Nachrichten leicht verständlich vom 30. Juni 2020

30.06.2020

Dieser Nachrichtenüberblick ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Zusätzlich zur Sprachstufe B1 werden die Nachrichten auch in der leichteren Sprachstufe A2 angeboten. Zielgruppe sind in erster Linie Menschen mit Leseschwächen. Es handelt sich um ein Pilotprojekt in Zusammenarbeit mit dem Grazer Unternehmen capito.

Sprachstufe B1:

380.590 Menschen unterstützen das Klima-Volksbegehren

Am Montagabend hat die Eintragungs-Woche für das Klima-Volksbegehren geendet. 380.590 Menschen haben es unterstützt. Das bedeutet, dass das Volksbegehren im Parlament besprochen werden muss. Das ist der Fall, wenn es mindestens 100.000 Unterschriften gibt.

Das Klima-Volksbegehren fordert zum Beispiel, dass es bis zum Jahr 2030 nur mehr halb so viele schädliche Abgase gibt. Ein Klima-Check soll bestehende und neue Klima-Gesetze prüfen.

Gleichzeitig mit dem Klima-Volksbegehren haben auch Volksbegehren zu den Themen Rauchen, Asyl und Atomkraft stattgefunden. Auch sie erhielten so viel Unterstützung, dass sie im Parlament behandelt werden müssen.

Erklärung: Volksbegehren

Mit einem Volksbegehren können die Bürger eines Landes über Themen mitbestimmen. Wenn ein Volksbegehren sehr viele Unterschriften bekommt, müssen die Politiker im Parlament darüber beraten.

Heuer gratis Grippe-Impfung für Kinder und Jugendliche

Die Grippe-Impfung im heurigen Herbst wird für Kinder und Jugendliche gratis sein. Das hat Gesundheits-Minister Rudolf Anschober am Dienstag angekündigt. Die 200.000 zusätzlichen Impfungen werden den Staat 3,2 Millionen Euro kosten. Die Grippe-Impfung für Kinder wird nicht mit einer Spritze verabreicht, sondern als Spray.

Anschober möchte so erreichen, dass mehr Kinder und Jugendliche gegen Grippe geimpft werden. Auch Erwachsene lassen sich nicht oft genug gegen Grippe impfen. Laut dem Gesundheits-Minister liegt das daran, dass zu wenig Impfstoffe verfügbar sind. In Zukunft sollen mehr Impfstoffe bestellt werden, damit mehr Menschen in Österreich sich gegen Grippe impfen lassen können.

Österreichs Schüler sollen eigene tragbare Computer bekommen

Ab dem Schuljahr 2021/2022 sollen alle Schüler in Österreich einen Computer bekommen. Das plant die Regierung. Vielen Schülern fehlen nämlich die nötigen technischen Geräte, um von zu Hause unterrichtet zu werden. Das hat man während der Corona-Krise feststellen können.

Die Diakonie findet die Idee gut, alle Schüler mit den notwendigen technischen Geräten auszustatten. Sie erinnert gleichzeitig daran, dass viele Schüler weitere Funktionen und unterstützende Technologien benötigen. Zum Beispiel Schüler, die sich sprachlich nicht so gut mitteilen können. In Österreich sind das rund 63.000 Schüler.

Für sie gibt es zum Beispiel eine Mund-Maus oder eine Augen-Steuerung für den Computer. Die Diakonie fordert von der Regierung, dass auch diese Schüler die notwendigen Hilfsmittel bekommen.

Erklärung: Diakonie

Die Diakonie ist eine Hilfsorganisation der Kirche. Sie setzt sich in sehr vielen Bereichen ein, in denen die Menschen Unterstützung brauchen. Zum Beispiel in der Kindererziehung, in der Altenpflege oder auch in Krankenhäusern und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

4.500 Tonnen Abfall werden jedes Jahr achtlos weggeworfen

In Österreich wird jedes Jahr tonnenweise Abfall in der Öffentlichkeit weggeworfen. Das heißt, dieser Abfall landet auf der Straße oder auf dem Gehsteig oder im Grünen. Man sagt dazu auch "Littering". Das ist Englisch und bedeutet Verschmutzung.

Littering passiert vor allem auf öffentlichen Plätzen, in der Nähe von Restaurants und Tankstellen und in Parks. In Österreich werden jedes Jahr fast 3 Milliarden Zigarettenstummel einfach weggeworfen. Es gibt aber auch viele Menschen, die freiwillig helfen, den Abfall von anderen einzusammeln.

Sprachstufe A2:

Sehr viele Menschen unterstützen das Klima-Volksbegehren

Bis Montag-Abend konnte man in Österreich

das Klima-Volksbegehren unterstützen.

Das haben sehr viele Menschen getan.

Deswegen müssen die Politiker

im Parlament jetzt über die Ziele

von dem Volksbegehren sprechen.

Zu den Zielen gehört zum Beispiel, dass es

bis zum Jahr 2030 sehr viel weniger

schädliche Abgase gibt.

Außerdem sollen alte und neue

Klima-Gesetze überprüft werden.

Erklärung: Volksbegehren

Mit einem Volksbegehren können die Bürger

über Themen mitbestimmen.

Ein Volksbegehren braucht aber

sehr viele Unterschriften.

Erst dann sprechen die Politiker

im Parlament über das Volksbegehren.

Kinder und Jugendliche werden gratis gegen Grippe geimpft

Kinder und Jugendliche werden heuer gratis

gegen die Grippe geimpft.

Das hat Gesundheits-Minister

Rudolf Anschober am Dienstag gesagt.

Die 200.000 zusätzlichen Impfungen werden

den Staat 3,2 Millionen Euro kosten.

Die Grippe-Impfung erhalten die Kinder

nicht mit einer Spritze.

Sie bekommen sie als Spray.

Anschober hofft, dass dadurch heuer mehr

Kinder gegen die Grippe geimpft werden.

Die Regierung möchte den Schülern in Österreich Computer geben

Jeder Schüler in Österreich soll

ab dem Schuljahr 2021/2022

einen tragbaren Computer bekommen.

Das hat die Regierung beschlossen.

Damit sollen die Schüler von daheim

am Unterricht teilnehmen können.

Die Corona-Krise hat nämlich gezeigt,

dass nicht alle Schüler die nötigen

Geräte zu Hause haben.

Die Diakonie findet den Plan

der Regierung gut.

Aber die Regierung soll nicht auf die

Schüler vergessen, die Hilfe brauchen,

um mit anderen reden zu können.

In Österreich sind das

rund 63.000 Schüler.

Diese Schüler brauchen zum Beispiel

eine Mund-Maus oder

eine Augen-Steuerung.

Diese Hilfen sollten sie auch bekommen.

Erklärung: Diakonie

Die Diakonie ist eine

Hilfs-Organisation der Kirche.

Die Diakonie setzt sich in

vielen Bereichen für Menschen ein,

die Hilfe brauchen.

Das ist zum Beispiel

die Kinder-Erziehung,

oder auch die Alten-Pflege.

Sie setzt sich auch in Krankenhäusern

und Einrichtungen für Menschen

mit Behinderung ein.

In Österreich wird Abfall tonnenweise einfach weggeworfen

In Österreich wird sehr viel Abfall

in der Öffentlichkeit weggeworfen.

Dieser Abfall landet oft auf der Straße,

auf dem Gehsteig oder in einer Wiese.

Jedes Jahr kommen so 4.500 Tonnen Abfall

zusammen, sagt das Umweltamt.

Eine Tonne sind 1.000 Kilogramm.

Ganz besonders oft werden

Zigarettenstummel achtlos weggeworfen.

In Österreich sind das jedes Jahr fast

3 Milliarden Stück oder 500 Tonnen.

Es gibt auch viele Menschen, die beim

Einsammeln von Abfall mithelfen.

Sie machen das freiwillig.

Im Jahr 2018 wurden auf diese Art

rund 1.000 Tonnen Abfall eingesammelt.

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