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Ressel-Zentrum an FH Vorarlberg für bessere thermische Energiesysteme

24.09.2020

Diese Meldung ist Teil einer wöchentlichen Zusammenfassung für den APA-Science-Newsletter Nr. 34/2020 und nicht zwingend tagesaktuell

Ein neues Josef Ressel-Zentrum an der Fachhochschule (FH) Vorarlberg in Dornbirn will thermische Energiesysteme wie Heiz- und Klimaanlagen oder Biomassekraftwerke zukunftsfit machen und die Digitalisierung für deren Optimierung nutzen. Das für fünf Jahre eingerichtete Forschungszentrum arbeitet dazu mit fünf Unternehmenspartnern zusammen, teilten die FH Vorarlberg und die Christian Doppler-Gesellschaft (CDG) mit.

Während die vierte industrielle Revolution in Richtung digitaler und vernetzter Systeme in Fertigungsprozessen bereits voll im Gange ist, wird das Thema Digitalisierung bei thermischen Energiesystemen vielfach noch vernachlässigt. Solche Systeme zeichnen zwar mittels Sensoren bereits viele Betriebsdaten auf. Doch diese würden meistens nur gespeichert, aber noch nicht dafür genutzt, einen Mehrwert für die Unternehmen oder deren Kunden zu schaffen, heißt es seitens der FH.

Digitalisierung nutzen

Das neue "Josef Ressel Zentrum für Intelligente Thermische Energiesysteme" will nun die Digitalisierung auch für diesen Bereich nutzbar machen: "Gemeinsam mit unserem multidisziplinären Team wollen wir die Herausforderungen unserer Industriepartner lösen und gleichzeitig neue wissenschaftliche Entwicklungen im Bereich der thermischen Energiesysteme erarbeiten", erklärt Zentrumsleiter Markus Preißinger. Er leitet das Forschungszentrum Energie an der FH Vorarlberg und ist Inhaber einer Stiftungsprofessur für Energieeffizienz.

Konkret will man Wege zur intelligenten Auswertung und Nutzung der von Sensoren aufgezeichneten Daten erforschen, etwa für vorhersehbare Wartungsarbeiten. Als Beispiele werden intelligente Algorithmen für Steuerung und Wartung von Wärmepumpen genannt, oder die Verbesserung des Wirkungsgrads von großen Biomassekraftwerken durch Auswertung der Sensordaten.

Vorbild für das auf Fachhochschulen zugeschnittene Josef-Ressel-Programm sind die Christian-Doppler-Labors, wo Universitäten mit Firmen zusammenarbeiten. Das Budget kommt dabei von der öffentlichen Hand über die CDG und von den Unternehmenspartnern. Im Fall des "Josef Ressel Zentrums für Intelligente Thermische Energiesysteme" sind das die Firmen Bertsch Energy, Gantner Instruments, innotech MSR, Rupp und Weider Wärmepumpen.

Service: www.fhv.at; https://www.cdg.ac.at/

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