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Mehr zum Thema / APA / Mittwoch 01.12.21

Emis­sio­nen von Luft­schad­stof­fen und Treib­haus­ga­sen zurückgegangen

Die Emis­sio­nen von Luft­schad­stof­fen und Treib­haus­ga­sen haben sich zwi­schen 1995 und 2019 zum Teil deut­lich ver­rin­gert, wie Daten der Luft­emis­si­ons­rech­nung von Sta­tis­tik Aus­tria zei­gen. Anstie­ge gab es aber beim kli­ma­wirk­sa­men CO2 und bei Ammo­ni­ak. „Der CO2-Anstieg fiel mit fünf Pro­zent aller­dings erheb­lich weni­ger kräf­tig aus als der Anstieg der Wirt­schafts­leis­tung mit 54,3 Pro­zent im sel­ben Zeit­raum, so Sta­tis­tik Aus­tria-Gene­ral­di­rek­tor Tobi­as Thomas.

„Mehr Ener­gie­ef­fi­zi­enz und die ver­mehr­te Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gien haben in Öster­reich zu einer rela­ti­ven Ent­kopp­lung des Wirt­schafts­wachs­tums von den CO2-Emis­sio­nen geführt”, sag­te Thomas.

Die höchs­ten Rück­gän­ge wur­den bei Schwe­fel­di­oxid mit minus 73,2 Pro­zent, bei den flüch­ti­gen orga­ni­schen Ver­bin­dun­gen ohne Methan mit minus 54,4 Pro­zent sowie bei Koh­len­mon­oxid (minus 46,8 Pro­zent) erzielt. Deut­lich redu­ziert wur­den auch die Emis­sio­nen von Methan (minus 35 Pro­zent), Lach­gas (minus 18 Pro­zent), Stick­oxi­den (minus 16,7 Pro­zent) sowie Fein­staub in Form von PM2.5 um minus 35 Pro­zent und PM10 um minus 25,7 Prozent.

Anstie­ge gab es jedoch bei den kli­ma­wirk­sa­men CO2-Emis­sio­nen um plus fünf Pro­zent sowie bei Ammo­ni­ak um 0,8 Pro­zent. Durch die ver­mehr­te Nut­zung erneu­er­ba­rer Ener­gien stie­gen zwi­schen 1995 und 2019 die kli­ma­neu­tra­len CO2-Emis­sio­nen aus bio­ge­nen Quel­len um 93,2 Pro­zent; damit wur­de laut Sta­tis­tik Aus­tria der Anstieg bei den kli­ma­wirk­sa­men CO2-Emis­sio­nen abgefedert.

Inner­halb der kli­ma­wirk­sa­men CO2-Emis­sio­nen sta­gnier­ten zwar die CO2-Emis­sio­nen aus der Ver­bren­nung fos­si­ler Ener­gie­trä­ger; die­ser Ent­wick­lung stand aller­dings ein Anstieg von CO2 aus sons­ti­gen Quel­len (alle CO2-Emis­sio­nen, die nicht durch Ver­bren­nungs­pro­zes­se ent­ste­hen, Anm.) um 27,3 Pro­zent gegen­über. In Sum­me stie­gen die CO2-Emis­sio­nen – kli­ma­wirk­sam und kli­ma­neu­tral – seit 1995 um 20 Prozent.

Sowohl die pri­va­ten Haus­hal­te als auch die Wirt­schaft tru­gen zur Ver­bes­se­rung der Luft­qua­li­tät und des Kli­mas bei. Die pri­va­ten Haus­hal­te senk­ten den Aus­stoß aller beob­ach­te­ten Luft­schad­stof­fe und Treib­haus­ga­se mit Aus­nah­me von CO2 aus sons­ti­gen Quellen.

Der Wirt­schaft gelang dies im Jahr 2019 bei sie­ben von zehn Emis­sio­nen. Beim kli­ma­wirk­sa­men CO2 lag der Wert aller­dings 15,2 Pro­zent über den Wer­ten des Jah­res 1995. Dass die Wirt­schaft ver­mehrt auf erneu­er­ba­re Ener­gie­trä­ger setzt, zeigt sich auch in der Sta­tis­tik: Die Emis­sio­nen nah­men zwi­schen 1995 und 2019 auf das Drei­fa­che (plus 194,9 Pro­zent) zu.

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